Wenn Trumps Name nicht am Gebäude angebracht wird, werden die Spender fliehen, und die für die Renovierung benötigte Expertise und Finanzierung werden verschwinden, so der Schriftsatz.
Der Rechtsstreit um das Kennedy Center hat vor einem Bundesgericht eine dramatische Wendung genommen.
Regierungsanwälte warnten, dass Washingtons führendes Zentrum für darstellende Künste in Zukunft abgerissen werden könnte, falls es keine prominente Namensänderung erhält.
Als Reaktion auf eine Eilklage der Abgeordneten Joyce Beatty, die die Umbenennung verhindern will, trugen Anwälte des Justizministeriums das Argument vor einem US-Bezirksrichter vor, wie Raw Story berichtet.
Der Vorstand hatte zuvor beschlossen, „Restored and Renovated by President Donald J. Trump“ in die Fassade zu meißeln und das Gelände in „President Donald J. Trump Plaza“ umzubenennen.
Auf Seite 4 des Gerichtsdokuments heißt es:
„Eine Anordnung, die den Vorstand daran hindert, Präsident Trump angemessen zu würdigen, wird dazu führen, dass Spender abwandern, finanzielle Beiträge versiegen und die strukturelle Sanierung zum Erliegen kommt. Es wird schlichtweg nicht die Expertise oder die Finanzierung geben, die notwendig ist, um diese dezimierte Struktur wiederaufzubauen und zu renovieren.“
Ohne diese Änderungen, so behaupteten die Beamten, werde das Gebäude „weiter zu einer unsicheren, baufälligen Struktur verfallen, die abgerissen werden muss“.
Finanzierung und Drohungen
Anwälte schlugen vor, den Veranstaltungsort durch „ein großes Freilicht-Amphitheater mit Blick auf den Potomac River zu ersetzen, das von einigen seit vielen Jahren vorgeschlagen wird“. Sie räumten ein, dass der Austausch „Präsident John F. Kennedy nicht angemessen ehren wird“, argumentierten jedoch, dass der Betrieb kostengünstiger sei.
Die Regierung vertritt die Auffassung, dass Spender nur dann Beiträge leisten werden, wenn Trump „prominente Anerkennung“ erhält.
Trump ernannte 2025 Verbündete in den Vorstand, doch Richter Cooper urteilte, dass „der Kongress dem Kennedy Center seinen Namen gab und nur der Kongress ihn ändern kann“.
Regierungsdokumente beschreiben die Einrichtung als „strukturell marode, grundlegend unsicher und eine Blamage für die Hauptstadt der Nation“ und fügen hinzu, die Klage „garantiere fast den weiteren Verfall und den eventuellen Untergang des Kennedy Centers“.
Heftiger öffentlicher Aufschrei
Die Abrissdrohung löste sofortige Wut im Internet aus. Kritiker warfen der Regierung vor, ein historisches Wahrzeichen zu riskieren, um persönliche Eitelkeit zu befriedigen.
Der ehemalige Moderator von „Meet the Press“, Chuck Todd, schrieb auf X: „Genau wie ein 10-Jähriger, der einen Wutanfall hat, würde er das Kennedy Center lieber zerstören, als es ohne seinen Namen stehen zu sehen.“
Aaron Reichlin-Melnick nannte den Schritt „verabscheuungswürdig“ und verglich ihn damit, „aus Trotz das Washington Monument oder das Lincoln Memorial abzureißen zu drohen“.
Sophia A. Nelson forderte Taten und postete: „Moment? Kongress, tun Sie etwas!!“
