Desinformation vor Wahlen in Südafrika: Deep Fakes und fremdenfeindliche Narrative

Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

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29/05/2024
Welt
Foto: Shutterstock
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Südafrikas Medienlandschaft kämpft gegen wirtschaftlichen Druck und Desinformation.

In Südafrika sorgen manipulierte Videos, russische Einflussnahme und fremdenfeindliche Rhetorik für Unruhe vor den Wahlen. 

Ein Deep Fake-Video, das den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump zeigt, wie er die neue Partei von Jacob Zuma unterstützt, verdeutlicht die Problematik.

Dieses Video wurde von Zumas Tochter Duduzile Zuma-Sambudla in den sozialen Medien geteilt, obwohl es nicht echt ist, so die Tagesschau

Zuma wollte ursprünglich mit seiner neuen Partei MK (Umkhonto weSizwe) zur Nationalwahl antreten, wurde jedoch vom Verfassungsgericht aufgrund einer Haftstrafe ausgeschlossen.

Seine Partei ist dennoch zugelassen.

Unter der Präsidentschaft von Zuma erreichte die Korruption in Südafrika ein Rekordniveau. Nach seiner Amtszeit wurde er wegen Missachtung der Justiz zu 15 Monaten Haft verurteilt. 

Deep Fakes wie das von Trump sind nur eine von vielen Methoden, mit denen Falschinformationen verbreitet werden. 

Besonders fremdenfeindliche Narrative spielen eine große Rolle und werden von Bewegungen wie „Operation Dudula“ verbreitet, die Ausländer für soziale Ungleichheit und Kriminalität verantwortlich machen.

Desinformationskampagnen haben sich seit 2022 vervierfacht, oft gesteuert von Russland, das in ganz Afrika versucht, die Demokratie zu schwächen. 

Duduzile Zuma-Sambudla, Zumas Tochter, unterstützte aktiv prorussische Kampagnen auf Social Media. 

Diese Kampagnen tragen zur Polarisierung der Gesellschaft bei und schüren Misstrauen gegenüber den regierenden Parteien. Influencer und prorussische Propaganda verstärken diese Effekte. 

Die wirtschaftlichen Herausforderungen des Journalismus in Südafrika machen die Medienlandschaft anfällig für Desinformation, während die Nutzung sozialer Medien stetig