Deutschland setzt Bedingung für Verhandlungen mit Russland

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Wikipedia Commons / Shutterstock.com
Foto: Wikipedia Commons / Shutterstock.com
Deutschland setzt Bedingung für Verhandlungen mit Russland,

Bundeskanzler Olaf Scholz von Deutschland hat eine klare Bedingung für Verhandlungen mit Russland gestellt: den vollständigen Rückzug russischer Truppen aus der Ukraine.

Während eines Wahl-Check-Ins in Heilbronn betonte Scholz, dass Gespräche mit Russland erst möglich seien, wenn ihre Truppen die Ukraine vollständig verlassen haben.

Er verurteilte Russlands militärische Präsenz in der Ukraine als ein Wiederaufleben des Imperialismus in Europa.

Das berichtet Heilbronner Stimme.

Scholz' Aussage spiegelt einen pragmatischen Ansatz in der deutschen Außenpolitik wider. Trotz der Skepsis der westlichen Verbündeten bezüglich der Bereitschaft Russlands zu sinnvollen Friedensgesprächen hat Deutschland beschlossen, sein Militärhilfebudget für die Ukraine im Jahr 2024 zu verdoppeln.

Ursprünglich auf vier Milliarden Euro angesetzt, wurde der Betrag auf acht Milliarden Euro erhöht. Damit wird Deutschland zum zweitgrößten globalen Beitragszahler von Militärhilfe für die Ukraine nach den Vereinigten Staaten.

Diese Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die westliche Unterstützung für die Ukraine aufgrund interner politischer Kämpfe um die Hilfsfinanzierung in den USA und Zögern einiger EU-Mitgliedstaaten nachlässt.

Der 10-Punkte-Plan des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der den vollständigen Abzug russischer Kräfte und die Wiederherstellung der territorialen Integrität der Ukraine fordert, bleibt ein zentraler Punkt in den Diskussionen um eine mögliche Friedenslösung.