Dramatischer Einbruch: EU-Exporte nach Russland im freien Fall

Geschrieben von Olivia Rosenberg

18 Wochen vor

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09/01/2024
Foto: Shutterstock
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Wie die EU mit Russland handelt.

Seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs im Frühjahr 2022 haben sich die Handelsbeziehungen zwischen der Europäischen Union und Russland deutlich verändert. 

Laut eines Berichts des Spiegels, dem die Analyse des Ifo-Instituts zugrunde liegt, sind die EU-Exporte nach Russland auf 37 Prozent des Niveaus vor dem Krieg gefallen.

Feodora Teti, stellvertretende Leiterin des Ifo-Zentrums für Außenwirtschaft, erklärte, dass trotz der Sanktionen immer noch ein erhebliches Exportvolumen nach Russland fließt, da nur 32 Prozent aller EU-Produkte sanktioniert sind.

So ist beispielsweise der Export von Champagner sanktioniert, nicht aber von Prosecco. Zudem könnten viele sanktionierte EU-Waren indirekt über Drittländer nach Russland geliefert werden.

Die deutschen Exporte nach Russland sanken im November 2023 um etwa 38 Prozent auf rund 0,8 Milliarden Euro. 

Vor dem Krieg war Russland noch das fünftwichtigste Exportziel Deutschlands außerhalb der EU, fiel aber bis November 2023 auf den 16. Platz zurück. 

Interessant ist auch die Rolle anderer Länder wie China, die Türkei und Armenien, die ihre Exporte nach Russland erhöht haben, was teilweise auf eine Umgehung der Sanktionen hindeutet.