Drohnenangriffe auf russische Raffinerien führen zu drastischem Rückgang der Benzinproduktion

Geschrieben von Jasper Bergmann

Foto: Shutterstock.com
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Ukrainische Drohnenangriffe lähmen die russische Kraftstoffproduktion.

Die Benzinproduktion in Russland hat in der letzten Märzwoche einen erheblichen Einbruch erlebt und fiel um 12%.

Dieser Rückgang folgt auf eine Reihe von ukrainischen Drohnenangriffen auf Ölraffinerien innerhalb der russischen Grenzen, die die spürbaren Auswirkungen der eskalierenden Spannungen auf den Energiesektor des Landes verdeutlichen.

Starker Rückgang im Zuge der Luftangriffe

Offizielle Daten, die von der Wirtschaftstageszeitung Kommersant zitiert wurden, enthüllten einen deutlichen Rückgang in Russlands Kraftstoffproduktionskapazitäten.

Vom 25. bis zum 31. März konnte das Land nur noch 110.700 metrische Tonnen Benzin pro Tag produzieren, was einem Rückgang von 12% gegenüber dem täglichen Durchschnitt im Februar entspricht.

Auch die Dieselproduktion blieb nicht verschont und verzeichnete einen Rückgang von 3,5%, was zu einer täglichen Ausgabe von 231.000 metrischen Tonnen führte.

Die Präzision der ukrainischen Drohnenangriffe Mitte März ist bemerkenswert, wobei mindestens acht russische Raffinerien ins Visier genommen wurden.

Die Folge war, dass vier dieser Anlagen entweder teilweise oder vollständig den Betrieb einstellten.

Diese Angriffe sind nicht nur physisch, sondern tragen auch erhebliches psychologisches und strategisches Gewicht und könnten die Landschaft der Energieproduktion und -verteilung in der Region verändern.

Die weitreichenden Auswirkungen

Reuters hat auf die Schwere der Situation hingewiesen und geschätzt, dass diese Streiks bis Ende März etwa 14% der primären Ölraffineriekapazität Russlands lahmgelegt haben.

Die Auswirkungen einer solch erheblichen Reduzierung sind vielschichtig und reichen über den unmittelbaren physischen Schaden hinaus, um breitere wirtschaftliche und strategische Implikationen zu umfassen.

Trotz des düsteren Szenarios äußerte sich Russlands Energieminister Nikolai Scholginow optimistisch und erklärte, dass viele der betroffenen Raffinerien in den kommenden Monaten wieder in Betrieb genommen werden sollen.

Um die Folgen abzumildern, kündigte Vizepremier Alexander Nowak an, dass Ölunternehmen angewiesen wurden, die Produktion von Benzin und Diesel zu steigern, ein Schritt, der darauf abzielt, den Schlag abzufedern und weitere Risiken zu vermeiden.

Der Vorfall hat bereits Unruhe auf dem Markt ausgelöst und die Benzinpreise in einer Weise beeinflusst, die den anfänglichen Erwartungen widerspricht.

Nach einer kurzen Phase des Rückgangs begannen die Preise wieder zu steigen. Belarus trat vor, um den Export von Benzin nach Russland anzubieten, ein Schritt, der helfen könnte, die durch die jüngsten Störungen entstandene Angebotslücke zu überbrücken.