Ehemaliger Trump-Berater deutet auf mögliche Haftzeit für den Ex-Präsidenten hin

17/11/2023 08:52

Jasper Bergmann

Welt
Foto: Shutterstock.com
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Ehemaliger Trump-Berater deutet auf mögliche Haftzeit für den Ex-Präsidenten hin.

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In Washington könnten die eskalierenden Angriffe des ehemaligen Präsidenten Donald Trump auf Justizbeamte, einschließlich eines kürzlichen Aufrufs zur "Bürgerverhaftung" der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und des Staatsrichters Arthur Engoron, zu einer möglichen Inhaftierung Trumps führen. Dies äußerte Ty Cobb, ehemaliger Sonderberater im Weißen Haus unter Trump.

Laut USAToday drückte Cobb, der auch als Beamter im Justizministerium tätig war, seine Besorgnis über Trumps kontinuierlich aggressives Verhalten aus.

Zu Trumps jüngsten Aktivitäten gehört das erneute Posten eines Aufrufs eines Truth Social-Nutzers zur "Bürgerverhaftung" von James und Engoron, den er später löschte.

James hat eine Klage gegen Trump und seine Familienmitglieder wegen mutmaßlichen Bankbetrugs eingereicht, und Richter Engoron, der den Fall leitet, hat Trump bereits mit einer Geldstrafe von 15.000 Dollar für die Verletzung einer Schweigepflicht belegt.

Darüber hinaus hat die US-Bezirksrichterin Tanya Chutkan, die über einen Bundesfall präsidiert, in dem Trump beschuldigt wird, die Präsidentschaftswahl 2020 zu stehlen, eine Schweigepflicht über Trump verhängt. Trotzdem setzt Trump seine Angriffe auf Chutkan und den Sonderermittler Jack Smith über soziale Medien und in öffentlichen Reden fort.

Cobb warnte in einem CNN-Interview, dass Trumps Handlungen zu ernsthaften Konsequenzen führen könnten. Er deutete an, dass Trumps entzündliche Kommentare nicht nur zu Sanktionen führen könnten, sondern auch zu seiner Inhaftierung während der anstehenden Prozesse. Cobb betonte das Potenzial von Trumps Äußerungen, Zeugen einzuschüchtern und rechtliche Verfahren zu stören.

Trump, der konsequent behauptet, die gegen ihn gerichteten Fälle seien politisch motiviert, sieht die Schweigepflichten als Eingriff in sein Recht auf freie Meinungsäußerung.

Cobb glaubt jedoch, dass Richter wie Chutkan bald eine andere Haltung zu diesen Aktionen einnehmen könnten. Er äußerte, dass es nicht überraschend wäre, Trump angesichts der Umstände im Gefängnis zu sehen.