China baut seine Präsenz in der Arktis und darüber hinaus aktiv aus.
Wenn riesige Schiffe am Horizont erscheinen, werden die Behörden sofort aufmerksam.
Die Tiefsee birgt viele Geheimnisse, und einige Schiffe tun weit mehr, als nur nach Fischen zu suchen oder das Wetter zu messen.
Eine jüngste Fahrt nahe amerikanischer Küsten lässt Fragen aufkommen, was sich unter den Wellen verbirgt.
Schatten im Wasser
Zwei chinesische Forschungsschiffe durchfuhren kürzlich die amerikanische ausschließliche Wirtschaftszone nahe Alaska. Die Schiffe waren auf dem Weg nach Norden in die eisigen Gewässer der Arktis.
Defence Blog berichtete, dass die US-Küstenwache die Lage sehr genau beobachtete. Die Behörden entsandten schnell den Kutter Munro, um die Xue Long und die Xue Long 2 während ihrer Passage durch das Gebiet eng zu eskortieren, wie Militarnyi berichtete.
Das Pentagon und das Außenministerium überwachten die Schiffe ebenfalls, während sie die Beringsee durchquerten. Obwohl die Passage nach internationalem Recht legal war, schenkten die Beamten ihr große Aufmerksamkeit.
Kartierung der dunklen Tiefen
Diese Forschungsschiffe führen spezielle Ausrüstung mit sich, die den Meeresboden extrem detailliert scannen kann. Sie können hochpräzise Karten des gesamten Meeresbodens erstellen.
Experten warnen, dass diese Daten oft einem doppelten Zweck dienen. Während Peking behauptet, die Missionen konzentrierten sich auf Klimaforschung und Mineralexploration, kann das Militär genau dieselben Karten nutzen, um U-Boote zu verstecken.
Solch präzise Scans erleichtern es auch, wichtige Unterwasser-Internetkabel zu lokalisieren. Die genaue Kenntnis der Beschaffenheit des Meeresbodens verschafft Seestreitkräften einen enormen Vorteil in jedem zukünftigen Konflikt.
Ausweitung der Präsenz
China baut seine Präsenz in der Arktis und darüber hinaus aktiv aus, ein Vorstoß, der kürzlich eine gemeinsame Militärpatrouille mit Russland in der Region umfasste.
Diese Kartierungsoperationen finden überall statt. Ein weiteres chinesisches Schiff unternahm kürzlich wiederholte Fahrten in der Nähe wichtiger amerikanischer Militärstützpunkte um Guam und Hawaii.
Die Überwachung erstreckt sich sogar auf flache Küstengewässer. Vor nicht allzu langer Zeit zog ein indonesischer Fischer eine chinesische Aufklärungsdrohne direkt in seinen Fischernetzen hoch.
Vorbereitung des Schlachtfeldes
Marineexperten erklären, dass Wassertemperatur und Salzgehalt entscheidende Details für die U-Boot-Navigation sind. Das Sammeln dieser Daten hilft Unterwasserstreitkräften, sich sicher und unbemerkt zu bewegen.
Die Forschung beinhaltet auch das Absetzen von Tiefseesensoren ins Wasser. Berichte der Ocean University of China deuteten darauf hin, dass ein chinesisches Schiff ein großes Sensornetzwerk nahe Japan testete.
Das Verständnis, wie sich Schall unter Wasser ausbreitet, erleichtert die Jagd auf feindliche Schiffe erheblich. Während diese Forschungsreisen fortgesetzt werden, wird die Karte des Meeresbodens zu einem immer wertvolleren Gut.
Quellen: Militarnyi, Defence Blog, Ocean University of China