Genauer Ort des Hubschrauberabsturzes von Irans Präsident Raisi bestätigt

Peter Zeifert

4 Wochen vor

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19/05/2024
Welt
Foto: Storyful
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Der genaue Ort des Hubschrauberabsturzes von Irans Präsident Raisi wurde gefunden, und es konnte Kontakt zu einem Überlebenden hergestellt werden.

Der genaue Absturzort des Hubschraubers mit dem iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi an Bord wurde laut dem Kommandanten des Islamischen Revolutionsgardekorps (IRGC) in der Provinz Ost-Aserbaidschan bestätigt.

Ein Signal vom Absturzort bestätigte die Lage.

Der IRGC-Oberbefehlshaber Hossein Salami und mehrere andere hochrangige Beamte befinden sich am Absturzort und führen eine Notfall-Krisensitzung mit den örtlichen Behörden durch.

Überlebende unter den Passagieren des Hubschraubers

Irans Vizepräsident für Exekutivangelegenheiten, Mohsen Mansouri, bestätigte, dass es sporadische Kommunikation mit Personen aus dem abgestürzten Hubschrauber gab. Mansouri erklärte, dass es sich anscheinend um einen geringfügigen Vorfall handele, obwohl die Details noch knapp sind.

Es gelang, erfolgreich Kontakt zu Seyyed Mohammad-Ali Al-Hashem, dem Freitagsimam der Tabriz-Moschee, aufzunehmen, der an Bord war.

Al-Hashem berichtete, dass er sich unwohl fühlte, aber Geräusche von nahegelegenen Fahrzeugen und Krankenwagen hörte.

Derzeit gibt es keine weiteren Informationen über den Zustand der anderen Besatzungsmitglieder und Passagiere.

Ansprache des Obersten Führers Khamenei an die Nation

Irans Oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei wandte sich an die Nation, um Ängste vor möglichen Störungen der Regierungsführung des Landes zu beruhigen.

„Wir hoffen, dass der Allmächtige Gott unseren lieben Präsidenten und seine Kollegen sicher in die Arme der Nation zurückkehren lässt“, sagte Khamenei und rief die Öffentlichkeit dazu auf, sich keine Sorgen zu machen.

Internationale Hilfsangebote

Mehrere Länder haben ihre Unterstützung bei den Such- und Rettungsaktionen angeboten. Auf Anfrage Irans entsandte die Türkei 32 Bergsteiger und sechs Hubschrauber mit Nachtsichttechnik. Zusätzlich stehen drei weitere Rettungsteams, bestehend aus jeweils 15 Bergsteigern, bereit.

Die Europäische Union hat ihr Copernicus-Satellitensystem aktiviert, um Teheran bei der Suche zu unterstützen. Der EU-Kommissar für Krisenmanagement, Janez Lenarčič, bestätigte den Einsatz der Satellitenüberwachung zur Unterstützung der Bemühungen.

Israel, das mit Iran im Konflikt steht, hat auf den Vorfall bisher nicht offiziell reagiert.