Greenpeace blockiert Anbau von Goldenem Reis

Geschrieben von Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

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27/05/2024
Welt
Foto: Shutterstock
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Gerichtsurteil mit katastrophalen Folgen.

Ein Gerichtsurteil in den Philippinen, das den Anbau von Goldenem Reis verbietet, könnte laut Wissenschaftlern katastrophale Folgen haben. Sie warnen, dass Zehntausende Kinder aufgrund dieses Urteils sterben könnten. 

Im Jahr 2021 waren die Philippinen das erste Land, das den kommerziellen Anbau von Goldenem Reis genehmigte, der entwickelt wurde, um den Vitamin-A-Mangel zu bekämpfen.

Vitamin-A-Mangel ist eine Hauptursache für Behinderungen und Todesfälle bei Kindern in vielen Teilen der Welt, so ein Bericht von The Guardian.

Greenpeace und lokale Bauern überzeugten jedoch das Berufungsgericht der Philippinen, diese Genehmigung im letzten Monat aufzuheben. 

Sie argumentierten, dass die Sicherheit von Goldenem Reis nicht nachgewiesen sei. Viele Wissenschaftler widersprechen dem und betonen, dass es keine Beweise für Gefahren durch Goldenen Reis gibt und dass er ein Lebensretter sei. 

Professor Matin Qaim von der Universität Bonn, Mitglied des Golden Rice Humanitarian Board, bezeichnete die Entscheidung als Katastrophe und warnte, dass sie Tausende Kinderleben kosten wird.

Der philippinische Staat und landwirtschaftliche Experten planen, gegen das Urteil vorzugehen, hoffen aber, dass es bald aufgehoben wird. 

Trotzdem könnte der Rückschlag andere Länder wie Indien und Bangladesch davon abhalten, Goldenen Reis anzubauen, obwohl auch dort Vitamin-A-Mangel weit verbreitet ist. 

Greenpeace bleibt bei seiner Haltung und argumentiert, dass eine Abhängigkeit von einem einzigen Ernteprodukt die Widerstandsfähigkeit verringert und die Anfälligkeit gegenüber Klimaauswirkungen erhöht.

Wissenschaftler wie Peter Beyer und Ingo Potrykus, die Goldenen Reis in den 1990er Jahren entwickelten, sind besorgt, dass das Urteil nicht nur die Einführung von Goldenem Reis, sondern auch die von anderen transgenen Nutzpflanzen behindern könnte. 

Mehr als 150 Nobelpreisträger haben bereits in einem offenen Brief gegen die Kampagnen von Greenpeace gegen genetisch veränderte Pflanzen protestiert. 

Sie argumentieren, dass Greenpeace die Risiken und Vorteile dieser Pflanzen falsch darstellt.