Huthi-Rebellen warnen USA: Droht ein neuer Krieg im Roten Meer?

22/12/2023 09:37

Olivia Rosenberg

Welt
Foto: Shutterstock
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Huthi-Miliz droht mit Vergeltung.

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Die Spannungen im Nahen Osten erreichen einen neuen Höhepunkt. Die Huthi-Rebellen aus dem Jemen, unterstützt vom Iran, haben ihre Angriffe im Roten Meer intensiviert, insbesondere in der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. 

Große Reedereien meiden zunehmend diese Route aufgrund der zunehmenden Angriffe. Dies hat weitreichende geopolitische Auswirkungen und könnte zu einer neuen Eskalation in der Region führen.

In einer aktuellen Entwicklung, wie von der Frankfurter Rundschau berichtet, hat der Anführer der Huthi-Miliz, Abdel-Malik al-Huthi, die USA davor gewarnt, das Rote Meer in einen neuen Kriegsschauplatz zu verwandeln. 

Er drohte unverhohlen mit Vergeltung, sollte die USA in den Jemen eingreifen. „Sollten die USA die Dummheit begehen, unser Land anzugreifen, werden wir sie angreifen“, sagte er in einer Fernsehansprache. 

Diese Drohung folgt auf die Ankündigung der USA, eine internationale Militärkoalition zur Sicherung des Seehandels im Roten Meer zu bilden, bekannt als Operation „Prosperity Guardian“.

Die USA haben bereits mit der Bildung dieser neuen internationalen Streitkraft begonnen, zu der neben den USA auch mehrere andere Länder gehören. Ziel ist es, die Sicherheit der Handelsschifffahrt in der Region zu gewährleisten. 

Die Huthi-Miliz kündigte an, weiterhin Angriffe auf Schiffe auszuführen, die entweder Israel gehören oder Israel unterstützen.

In seiner Ansprache beschuldigte al-Huthi die USA, das Rote Meer „im Interesse Israels zu militarisieren“. 

Er betonte, dass die Huthi-Angriffe erst enden würden, wenn Israel seine Handlungen einstellt und humanitäre Güter die Bevölkerung im Gazastreifen erreichen. Die geopolitische Bedeutung des Roten Meeres, insbesondere der Meerenge Bab-al-Mandeb, ist enorm, da hier bis zu zwölf Prozent des globalen Handels verlaufen.