Nutzer von Flugverfolgungsdiensten und soziale Medien griffen die Bewegungen des Flugzeugs sofort auf und befeuerten Behauptungen, dass hochrangige Persönlichkeiten möglicherweise heimlich gereist seien.
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Ein diskreter Flug von Teheran nach Moskau hat in einem heiklen Moment für Irans Führung intensive Online-Spekulationen ausgelöst.
Da es keine offizielle Erklärung gab, wurde aus einer scheinbar routinemäßigen Flugbewegung schnell ein politisches Ratespiel.
Verfolgter Flug löst Gerüchte aus
Der Daily Express berichtete, dass Irans Präsident Masoud Pezeshkian möglicherweise nach Russland gereist sei, basierend auf unbestätigten Behauptungen, die online kursierten, nachdem ein mit der iranischen Regierung verbundenes Flugzeug in Moskau gelandet war.
Laut im Bericht zitierten Flugverfolgungsdaten hob ein Airbus A321 der iranischen Meraj Airlines mit dem Rufzeichen IRAN07 am Dienstagabend in Teheran ab und erreichte nach einem Direktflug von etwa 3 Stunden und 38 Minuten den Moskauer Flughafen Wnukowo.
Das Flugzeug wird als Eigentum der iranischen Regierung geführt und soll für den Transport hochrangiger Beamter bei sensiblen Missionen genutzt werden.
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Der Daily Express schrieb, es sei zum „weltweit meistverfolgten Flugzeug auf FlightRadar24“ geworden, wobei Zehntausende die Route beobachteten.
Spekulationen verbreiteten sich auf Telegram und anderen Plattformen, darunter russische und pro-kremlnahe Kanäle, die ohne Beweise behaupteten, Präsident Pezeshkian habe sich an Bord befunden.
Alternative Namen tauchen auf
Da iranische Staatsmedien schwiegen und weder aus Teheran noch aus Moskau eine Bestätigung kam, hieß es im Bericht, einige Accounts hätten einen anderen Passagier genannt: Ali Larijani, einen hochrangigen Berater von Revolutionsführer Ali Khamenei und langjährigen Machtakteur.
Larijani wurde kürzlich mit Aussagen zitiert, wonach Unruhen auf ausländisch unterstützte „quasi-terroristische“ Gruppen zurückzuführen seien, berichtete der Daily Express.
Die Landung in Wnukowo, einem Flughafen, der häufig mit VIP- und Regierungsreisen verbunden wird, fiel zudem mit Online-Behauptungen über mögliche gezielte US-Schläge gegen iranische Sicherheitsstrukturen, führende Persönlichkeiten oder mutmaßliche Nuklearanlagen zusammen, so der Bericht.
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Das russische Medium Mash, das der Daily Express als sicherheitsdienstnah beschrieb, veröffentlichte Screenshots der Route, während andere Berichte auf ein zweites Rufzeichen RSJ7136 verwiesen, das mit einem russischen Business-Aviation-Betreiber verbunden sei.
Die Registrierung EP-IPD wurde laut Bericht als ein Flugzeug identifiziert, das für iranische Spitzenbeamte genutzt werde.
Ein offizieller Besuch wurde jedoch nicht angekündigt, weshalb der Zweck der Reise unklar bleibt.
Quellen: Daily Express, FlightRadar24, Telegram-Kanäle.