Julian Assange: Entscheidung über Auslieferung verzögert sich

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Berufungsverfahren als letzte Hoffnung.

Die juristische Auseinandersetzung um die Auslieferung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange von Großbritannien an die USA zieht sich weiter in die Länge. 

Nach einer jüngsten Anhörung vor dem Londoner High Court, die ohne ein endgültiges Urteil endete, steht fest, dass eine Entscheidung über Assanges Schicksal nicht vor März erwartet wird. 

Die Richter gaben bekannt, dass sie ihre Entscheidung erst im nächsten Monat fällen werden. 

Im Zentrum der Verhandlung steht die Frage, ob dem australischen Staatsbürger Assange ein volles Berufungsverfahren gewährt wird, was für ihn die letzte Möglichkeit darstellt, sich vor einem britischen Gericht gegen seine Auslieferung zu den USA zu wehren. 

Dort wird ihm vorgeworfen, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben, was das Leben von US-Informanten gefährdet haben soll. 

Die US-Regierung argumentiert, Assange habe mehr getan als ein Journalist, der Informationen beschafft. 

Seine Anwälte hingegen sehen in der Strafverfolgung eine Vergeltungsaktion der USA, weil WikiLeaks Verbrechen der US-Regierung in einem noch nie dagewesenen Ausmaß aufgedeckt habe. 

Bei einer Verurteilung in den USA drohen Assange bis zu 175 Jahre Haft, berichtet die Tagesschau.