Im Februar behauptete der russische Geheimdienst, dass Großbritannien und Frankreich versuchten, Atom- oder „schmutzige“ Bomben in die Ukraine zu transferieren.
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Im Februar beschuldigte der russische Auslandsgeheimdienst das Vereinigte Königreich und Frankreich, versucht zu haben, die Ukraine mit Atom- oder „schmutzigen“ Bomben zu versorgen.
Die Behörde legte keine Beweise für die Anschuldigungen vor, aber würde die Ukraine tatsächlich Atomwaffen oder „schmutzige“ Bomben von ihren Verbündeten akzeptieren, wenn sie angeboten würden?
Ja, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit Sky News.
Keine Angebote
Selenskyj sagte gegenüber Sky News, er würde Atomwaffen von Frankreich und dem Vereinigten Königreich akzeptieren, wenn ein solches Angebot jemals gemacht würde.
„Mit Vergnügen. Aber ich hatte keine Angebote – aber mit Vergnügen“, sagte der ukrainische Staatschef, als er nach Moskaus Behauptungen gefragt wurde, Kiew versuche, Atomwaffen von befreundeten Ländern zu beschaffen.
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Seine Bemerkung fiel, als russische Beamte weiterhin vor angeblichen nuklearen Ambitionen in der Ukraine warnten – Behauptungen, die westliche Regierungen als unbegründet bezeichnen.
Russische Anschuldigungen
Der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew, der jetzt als stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates fungiert, verschärfte die Rhetorik weiter.
Er sagte, Moskau könne möglicherweise Atomwaffen gegen das Vereinigte Königreich, Frankreich und die Ukraine einsetzen, „wenn nötig“.
Der russische Präsident Wladimir Putin sprach das Thema auch während einer Sitzung des Vorstands des Föderalen Sicherheitsdienstes des Landes an und behauptete, die Ukraine könnte erwägen, eine „nukleare Komponente“ gegen Russland einzusetzen.
Internationale Reaktionen
Westliche Beamte wiesen die Anschuldigungen zurück. Das Vereinigte Königreich sagte, Putin verbreite absichtlich falsche Behauptungen über die Lieferung von Atomwaffen an Kiew durch London, um von Russlands Aktionen im Krieg abzulenken.
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Auch China reagierte auf die Kontroverse. Peking sagte, es habe keine Informationen über einen Plan Frankreichs oder Großbritanniens, der Ukraine Atomwaffen zur Verfügung zu stellen. Chinesische Beamte bekräftigten ihre seit langem vertretene Position, dass Atomwaffen niemals eingesetzt werden sollten.
Unterdessen bestätigte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz kürzlich, dass er vertrauliche Gespräche mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron über die Zukunft der europäischen nuklearen Abschreckung aufgenommen hat.
Quellen: Sky News, Reuters, BBC