Kasparow: Putin wird das nicht überstehen

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Shutterstock.com
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'Putin wird das nicht überstehen

Garri Kasparow, ein prominenter russischer Oppositionsführer, ist der Überzeugung, dass Wladimir Putin zwar in der Lage sein mag, die gegen Russland verhängten Sanktionen zu umgehen, jedoch nicht den Verlust an intellektuellem Kapital in der russischen Gesellschaft verkraften wird.

In einem Interview, das auf dem Fernsehsender ERR ausgestrahlt wurde, betonte Kasparow, dass jeder Ingenieur, der Russland verlässt, faktisch eine fehlende Rakete im Arsenal des Kremls darstellt.

Der ehemalige Schachweltmeister Kasparow räumte ein, dass er derzeit nicht daran glaubt, dass die russische Opposition in der Lage ist,

Putins Herrschaft zu beenden. Er schlug jedoch vor, dass der Westen die aktuelle Führung im Kreml stürzen könnte, indem er eine bis zwei Millionen Russen aufnimmt.

Diese Menschen sind entscheidend für das Funktionieren der russischen Wirtschaft. Kasparow zufolge sollte die Anerkennung der ukrainischen Souveränität und der Wunsch nach einer besseren Zukunft für Russland eine Voraussetzung für ihre Aufnahme sein.

"Solange Russland in der Ukraine nicht militärisch besiegt wird, wird sich im Land nichts ändern. Putins gesamte Mythologie ist auf der Annexion der Krim aufgebaut. Das ist das Fundament, auf dem sein Regime seit 2014 steht", so Kasparow.

Er fügte hinzu, dass die Befreiung der Krim und das Hissen der ukrainischen Flagge in Sewastopol für das Regime ein unüberwindbares Hindernis darstellen würden.

Blick in die Zukunft Russlands

Kasparow ist der Ansicht, dass jeder russische Bürger, der die Kriegsführung als kriminell und das Regime als illegal bezeichnet und dabei betont, dass die Krim zur Ukraine gehört, den Prozess der Eingliederung in die freie Welt beginnen sollte.

"Wenn es ein Nordkorea gibt, sollte es auch eine Alternative wie Südkorea geben", schlussfolgerte er.