Katastrophe in China: Erdbeben fordert Hunderte von Opfern

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Freepik
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Tödliches Erdbeben erschüttert den Nordwesten.

Ein schweres Erdbeben hat den Nordwesten Chinas erschüttert und mindestens 118 Menschen das Leben gekostet. Der Landkreis Jishishan in der Provinz Gansu ist besonders stark betroffen. 

Die Menschen in der Region müssen bei eisigen Temperaturen und Minusgraden ausharren. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, dass das Beben der Stärke 6,2 am späten Abend mehr als 500 Verletzte forderte. 

Die größten Schäden wurden im Kreis Jishishan gemeldet, etwa 100 Kilometer südwestlich der Millionenstadt Lanzhou. Auch Teile des angrenzenden Landesteils Qinghai sind betroffen.

Häuser sind eingestürzt und Straßen beschädigt worden. In mehreren Orten fiel der Strom aus, und die Wasserversorgung wurde unterbrochen. Viele Menschen müssen bei Minusgraden in der Kälte ausharren. 

In der bergigen Erdbebenregion herrschen teils eisige Temperaturen. Nach Angaben der örtlichen Wetterbehörde soll die Tiefsttemperatur in Jishishan am Dienstag minus 10 Grad erreichen.

Das Feuerwehr- und Rettungsamt der Provinz hat Helfer in die Region geschickt. Die Eisenbahnbehörde setzte die Durchfahrt von Zügen durch das Erdbebengebiet aus. 

Rund 2200 Rettungskräfte wurden in das Katastrophengebiet entsandt, und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping rief dazu auf, alles zu tun, um Menschen zu retten.

In den westlichen Landesteilen Chinas am tibetischen Plateau kommt es laut einem Bericht der Tagesschau immer wieder zu Erdbeben. Das schwerste Beben in China in den vergangenen Jahrzehnten ereignete sich 2008 im Landesteil Sichuan, bei dem etwa 70.000 Menschen ums Leben kamen.