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Kim Jong Un ignoriert Trumps Avancen und stärkt Bündnis mit Putin

Kim Jong Un ignoriert Trumps Avancen und stärkt Bündnis mit Putin
Kremlin.ru, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Der russische Staatschef teilte Kim mit, dass ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit fortgesetzt werde

Die globale Diplomatie gleicht oft einem komplizierten Spiel um hohe Einsätze.

Staats- und Regierungschefs unternehmen kühne Schritte, um neue Verbündete zu gewinnen, und ignorieren dabei manchmal die Warnungen ihrer ältesten Partner. Doch diese stark beworbenen neuen Beziehungen erweisen sich nicht immer als exklusiv.

Loyalitäten im Wandel

US-Präsident Donald Trump machte kürzlich eine bedeutende Konzession in Asien, um eine persönliche Verbindung zu schützen. Er reduzierte wichtige Militärübungen mit Südkorea und nannte seine bekanntermaßen enge Bindung zur nordkoreanischen Führung als Hauptgrund.

Pjöngjang scheint sich jedoch derzeit in eine völlig andere Richtung zu orientieren.

Während der amerikanische Präsident auf wärmere Beziehungen drängt und Verteidigungsmaßnahmen zurückfährt, vertieft Nordkorea aktiv sein strategisches Bündnis mit Russland.

Eine historische Freundschaft

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA, zitiert von der Moscow Times, sandte Kim Jong Un kürzlich eine herzliche Botschaft an Präsident Wladimir Putin.

Die Botschaft markierte den Jahrestag der Unabhängigkeit von der japanischen Kolonialherrschaft. Kim nutzte die Gelegenheit, um eine „Geschichte des gemeinsamen Kampfes für Gerechtigkeit und wertvolle Traditionen der Freundschaft“ hervorzuheben.

Putin sandte seinerseits Glückwünsche zum 81. Jahrestag der Kapitulation Tokios im Zweiten Weltkrieg.

Mehr als nur Grüße

Der russische Staatschef teilte Kim mit, dass ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit „in allen Sektoren“ fortgesetzt werde, so Reuters.

Diese Partnerschaft ist weit über bloße Feiertagsbriefe hinausgegangen. Reuters stellte fest, dass Pjöngjang derzeit Truppen und Waffen entsendet, um Russland im Kampf gegen die Ukraine zu unterstützen.

Zur Feier des Befreiungsjubiläums traf das russische Schiff Pallada am Samstag zu einem Freundschaftsbesuch im Hafen von Wonsan ein.

Nordkoreanische Provinzbeamte und Mitarbeiter der russischen Botschaft versammelten sich, um das Schiff zu begrüßen, berichtete KCNA.

Steigende regionale Spannungen

Unterdessen versuchte der südkoreanische Präsident Lee Jae-myung, den Feiertag zu nutzen, um zu regionalem Frieden aufzurufen. Er forderte den Norden auf, einen Dialog zu eröffnen und ihren alten Waffenstillstand durch ein formelles „Friedensregime“ zu ersetzen.

Pjöngjang lehnte diese Friedensangebote vollständig ab. Stattdessen kritisierten nordkoreanische Beamte gemeinsame Militärübungen als feindselige Provokationen.

Putin schürte am Donnerstag ebenfalls weitere regionale Spannungen. Er besuchte eine umstrittene Insel vor der Küste Hokkaidos, was umgehend Verurteilung Japans nach sich zog, berichtete Reuters.

Quellen: Reuters, KCNA, Moscow Times