Klimawandel-Mysterium: Klimaforscher stehen vor einem Geheimnis

03/01/2024 14:59

Olivia Rosenberg

Welt
Foto: Wikimedia Commons
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Rätselhafte Entdeckung im Himalaya.

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Ein internationales Forscherteam hat einen überraschenden Trend im Himalaya-Gebirge entdeckt: Die Gletscher schmelzen langsamer als erwartet. 

Diese Erkenntnis stammt aus einer neuen Studie, die im Dezember im renommierten Fachmagazin „Nature“ veröffentlicht wurde. 

Das Forschungsteam wertete Daten der letzten 30 Jahre einer Wetterstation unterhalb des Gipfels des Mount Everest auf 5000 Metern Höhe aus. Dabei stellten sie fest, dass es in der Region unter den Gipfeln nicht wärmer, sondern sogar minimal kühler wird. 

Als Ursache vermuten die Forscher die sogenannten „katabatischen Winde“. Diese entstehen, wenn ein großes kühles Plateau auf warme Luft trifft, was zu einem starken Wind führt, der die Gebirgswände hinabschießt und alles darunterliegende kühlt. 

Die Winde könnten die Schmelze der Permafrost-Böden verlangsamen, was positive Auswirkungen auf das Himalaya-Gebirge und das umliegende Ökosystem hätte. 

Allerdings bleiben viele Fragen offen, etwa die langfristigen Auswirkungen dieser Winde auf die Gletscherschmelze und die Größe der betroffenen Region, berichtet FOCUS Online.

Diese Entdeckung wirft ein neues Licht auf die Komplexität des Klimawandels und die Rolle natürlicher Phänomene in diesem Prozess. Sie zeigt, wie wichtig es ist, lokale klimatische Bedingungen zu verstehen, um globale Klimaveränderungen zu erfassen.