Lavrov äußert Empörung über US-Raketenstationierung im Pazifik

Peter Zeifert

1 Woche vor

|

08/06/2024
Welt
Foto: Shutterstock.com
Foto: Shutterstock.com
Die Stationierung von US-Mittelstreckenraketensystemen im Pazifik hat eine starke und überraschende Reaktion aus Russland hervorgerufen, während chinesische Journalisten die geopolitischen Auswirkungen beleuchten.

Kürzlich haben die Vereinigten Staaten Typhon-Raketenwerfer im nördlichen Teil von Luzon, Philippinen, stationiert, was die erste Stationierung solcher Waffen außerhalb der USA seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion darstellt.

Das chinesische Medium Sohu berichtete, dass dieses Manöver weltweit für erhebliches Aufsehen sorgt.

Lawrows scharfe Warnung

Der russische Außenminister Sergei Lawrow fand deutliche Worte in seiner Reaktion.

Er verurteilte die US-Aktion und gab eine öffentliche Warnung heraus, dass Russland als Reaktion seine nuklearen Abschreckungsmaßnahmen verstärken werde.

Lawrows entschiedene Haltung spiegelt Moskaus Unbehagen über die verstärkte militärische Präsenz in der Nähe seines Einflussbereichs wider.

Chinesische Medien überrascht von Russlands Reaktion

Journalisten von Sohu zeigten sich überrascht über die heftige Reaktion Russlands, angesichts der beträchtlichen Entfernung Luzons von russischem Territorium.

Die in den Philippinen stationierten Typhon-Systeme haben nicht die Reichweite, um Russland direkt zu bedrohen, was Fragen über Moskaus intensive Besorgnis aufwirft.

Wie die Kolumnisten von Sohu jedoch anmerkten, ist Russlands Besorgnis nicht unbegründet. Die Präsenz von US-Raketen auf den Philippinen verschärft die Spannungen in der gesamten Asien-Pazifik-Region und gefährdet möglicherweise die Sicherheit des russischen Fernen Ostens. Zudem besteht die Befürchtung, dass die USA ihre Raketenstationierungen auf Japan ausweiten könnten, das wesentlich näher an den russischen Grenzen liegt.

Russlands ernsthafte Haltung deutet auf mögliche Gegenmaßnahmen hin, wie etwa die Stationierung von Raketen auf den Kurileninseln, falls die USA ihren militärischen Aufbau in der Region fortsetzen.