Moskaus Roter Platz: Russlands Kommunisten ehren ihren Gründer

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Wikimedia Commons
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Kommunisten feiern Lenin.

Zum 100. Todestag von Wladimir Lenin, dem Gründer der Sowjetunion, versammelten sich zahlreiche Kommunisten auf dem Roten Platz in Moskau, um an ihren Helden zu erinnern. 

Die Veranstaltung war geprägt von einer Mischung aus Ehrerbietung und politischer Debatte. 

Kommunistenführer Gennadi Sjuganow sprach am Mausoleum, in dem Lenins Mumie ausgestellt ist, und würdigte Lenins Versuch, eine Welt ohne Kapitalismus zu schaffen. 

Diese Zusammenkunft fand in einem politischen Klima statt, in dem das russische Staatsfernsehen Lenins historische Rolle kritisch hinterfragte, wie n-tv berichtet.

Das Staatsfernsehen nutzte den Anlass, um Lenin schwere Fehler vorzuwerfen, was die heutige Kreml-Linie widerspiegelt. Sjuganow hingegen betonte Lenins Bedeutung als „Genie“ und Begründer eines alternativen Gesellschaftsmodells. 

Die Debatte spiegelt die komplexe historische Bewertung Lenins in Russland wider, wo er einerseits als Wegbereiter einer neuen Gesellschaftsordnung und andererseits als Verantwortlicher für staatlichen Terror und Gewaltherrschaft gesehen wird. 

Die Veranstaltung auf dem Roten Platz zeigt, wie Lenins Erbe und die Geschichte der Sowjetunion weiterhin lebendige und kontroverse Themen in der russischen Gesellschaft sind.