Startseite Welt „Na, dann mal los, Kumpel!“ Kanada trotzt Trumps Zoll-Ultimatum

„Na, dann mal los, Kumpel!“ Kanada trotzt Trumps Zoll-Ultimatum

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Trump attackierte die kanadischen Staats- und Regierungschefs in einem Beitrag auf Truth Social, doch deren Reaktion zeigt, dass sie nicht nachgeben werden.

Die Beziehungen zwischen den USA und Kanada haben einen gefährlichen wirtschaftlichen Bruchpunkt erreicht. Nachdem monatelange angespannte Verhandlungen am Wochenende gescheitert waren, schlugen die grenzüberschreitenden Feindseligkeiten in öffentliche Beleidigungen und aggressive politische Drohungen um.

Donald Trump forderte von den kanadischen Staats- und Regierungschefs, sich zu „fügen“, andernfalls drohten Konsequenzen, die „weit SCHLIMMER“ seien als die aktuellen Handelsmaßnahmen. Er drängte auf massive Zölle von 50 Prozent auf importierte Fahrzeuge, Stahl und Autoteile.

Der kanadische Premierminister Mark Carney konterte umgehend und weigerte sich, das zu akzeptieren, was er als Einschüchterungstaktik ansah.

„Wir haben während der Verhandlungen gelernt, dass die Amerikaner unsere Schlüsselindustrien, einschließlich der Automobil-, Stahl- und Aluminiumindustrie, zerstören wollen“, sagte Carney laut der Associated Press. Er fügte hinzu, dass ein Ansatz, der seine Nation wie eine Unternehmensfiliale behandle, „nichts sei, was wir akzeptieren werden“.

Persönliche Angriffe eskalieren

Die Auseinandersetzung verlagerte sich schnell von den Fabrikhallen zu persönlichen Angriffen. Trump verspottete in den sozialen Medien kanadische Politiker und bezeichnete den Premierminister von Ontario, Doug Ford, als „den weniger charismatischen, intelligenten und insgesamt wenig beeindruckenden Bruder des verstorbenen, großartigen Rob Ford“.

Ford wies die Beleidigung in einem Interview mit der Associated Press trotzig zurück: „Wenn Sie glauben, eine Beleidigung von ihm würde mich verletzen? Na, dann mal los, Kumpel, ich bin bereit“, sagte Ford Reportern und fügte hinzu, dass die Bürger des ganzen Landes auf einen Wirtschaftskrieg vorbereitet seien.

Er warnte auch, dass wichtige Exporte gestoppt werden könnten, wenn Washington seine aggressive Kampagne fortsetze. „Alles liegt auf dem Tisch“, warnte Ford und wies darauf hin, dass Ontario 1,5 Millionen amerikanische Haushalte und Unternehmen mit Strom sowie mit wichtigen Verteidigungsmineralien versorge.

Sie bleiben standhaft

Automobillieferketten sind mitten in diesem hochriskanten Konflikt gefangen. Autoteile überqueren oft mehrmals die Grenze, bevor ein Fahrzeug fertiggestellt ist, was die Montagelinien in Michigan und Ontario zutiefst anfällig macht.

Nach dem Scheitern der Handelsgespräche verhängte Trump Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar.

Kanadische Staats- und Regierungschefs bereiten nun gezielte Gegenmaßnahmen vor, um lokale Arbeitskräfte zu schützen. Carney merkte an, dass sein Land zwar weltweit nach zuverlässigen Handelspartnern suche, das Vertrauen in Washington jedoch geschwunden sei.