NATO-Mitglieder uneins über Mitgliedschaft der Ukraine: Bedenken hinsichtlich eines möglichen Dritten Weltkriegs

Geschrieben von Peter Zeifert

Photo: Nato
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Bedenken hinsichtlich eines möglichen Dritten Weltkriegs.

Die Ukraine hat schon lange den Wunsch geäußert, der NATO beizutreten, ein Gefühl, das im Frühjahr 2023 vom Generalsekretär des Bündnisses, Jens Stoltenberg, widerhallte. Er erklärte, dass alle NATO-Verbündeten der zukünftigen Mitgliedschaft der Ukraine zugestimmt hätten.

Diese Botschaft wurde mehrmals wiederholt, wobei Stoltenberg letzten Sommer sagte: "Die Ukraine ist der NATO jetzt näher als je zuvor. Die Verbündeten haben erneut bestätigt, dass die Ukraine Mitglied des Bündnisses werden wird."

Jedoch wurden nicht alle Reaktionen auf diese Erklärung positiv aufgenommen. Der ungarische Premierminister Viktor Orbán äußerte auf Twitter starken Widerspruch nach Stoltenbergs Ankündigung und rief aus: "Was?!" Orbán hat konsequent darauf bestanden, dass eine Mitgliedschaft der Ukraine für viele Jahre unrealistisch sei, wie Balkan Insight berichtet, und hat sich davor gehütet, den Konflikt in der Ukraine als Krieg zu bezeichnen.

Der kürzlich ernannte slowakische Premierminister Robert Fico hat sich Orbán angeschlossen und widersetzt sich der NATO-Mitgliedschaft der Ukraine.

In einem bevorstehenden Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Denys Schmyhal plant Fico, seinen Widerstand und die Absicht zum Veto gegen die Mitgliedschaft der Ukraine zu äußern. Er äußerte Bedenken, dass dies zu einem dritten Weltkrieg führen könnte, so Euractiv.

Fico hat auch die Ukraine als "eines der korruptesten Länder der Welt" beschuldigt und hinterfragte den Verbleib der an die Ukraine gesendeten Hilfsgelder.

Er argumentiert, dass es keine militärische Lösung für den Krieg gibt und schlägt vor, dass die Ukraine Kompromisse eingehen und einen Teil ihres Territoriums abtreten müsse. "Worauf warten sie?" fragt Fico und bezweifelt die Wahrscheinlichkeit eines russischen Rückzugs und betont die Notwendigkeit eines schmerzhaften Kompromisses für beide Seiten.