Netanyahu kündigt Ende der intensiven Kämpfe in Gaza an

Olivia Rosenberg

3 Wochen vor

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24/06/2024
Welt
Foto: Shutterstock
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US-Präsident Biden schlägt dreistufigen Waffenruheplan vor.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat das baldige Ende der intensiven Kampfphase im Gazakrieg angekündigt, betont jedoch, dass der Krieg erst mit der Zerschlagung der Hamas beendet sei. 

Diese Äußerungen machte Netanyahu am Sonntagabend im israelischen Fernsehsender Channel 14. Auf die Frage, ob er nach dem Ende der intensiven Kampfphase zu einer Vereinbarung mit der Hamas bereit sei, antwortete er mit Nein. 

Netanyahu erklärte, dass eine vorübergehende Waffenruhe im Austausch für die Freilassung einiger Geiseln möglich sei, die Kämpfe jedoch fortgesetzt werden müssten, bis die Hamas zerstört sei. 

Diese Aussagen sorgten laut israelischen Medienberichten für Aufsehen, so der Spiegel Online.

Das Büro des Ministerpräsidenten stellte klar, dass die Hamas ein Abkommen ablehne, nicht Israel. Netanyahu betonte, dass Israel Gaza nicht verlassen werde, bis alle Geiseln zurückgebracht seien.

US-Präsident Joe Biden hatte zuvor einen dreistufigen Plan für eine Waffenruhe vorgestellt, der eine vorübergehende Feuerpause, die Freilassung von Geiseln und den Wiederaufbau des Gazastreifens vorsieht.

Nach der intensiven Kampfphase im Gazakrieg plant Israel, Truppen in Richtung Libanon zu verlegen.

Im Grenzgebiet zum Libanon beschießen sich Israel und die libanesische Hisbollah seit mehr als acht Monaten, und die Intensität der Gefechte hat zuletzt zugenommen. 

Israels Verteidigungsminister Joav Galant warnte, dass Israel notfalls auch zu einem größeren Militäreinsatz bereit sei, falls diplomatischer Druck nicht ausreiche.

Angesichts der wachsenden Sorgen vor einer Eskalation reist Bundesaußenministerin Annalena Baerbock nach Tel Aviv, um Gespräche über den Krieg im Gazastreifen und die humanitäre Lage zu führen. 

Auch die EU und die Uno haben die schwierige Versorgungslage in Gaza kritisiert und alle Konfliktparteien aufgefordert, ihrer völkerrechtlichen Verantwortung gerecht zu werden.