Neue Erkenntnisse: COVID-19 Fördert die Ansammlung von 'Zombie-Zellen' im Gehirn

18/12/2023 08:34

Rikki Jürgensen

Welt
Foto: Shutterstock.com
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COVID-19 Fördert die Ansammlung von 'Zombie-Zellen' im Gehirn.

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Eine kürzlich durchgeführte Studie des Australian Institute for Bioengineering and Nanotechnology der University of Queensland hat einen signifikanten Anstieg in der Produktion von "Zombie-" oder seneszenten Zellen aufgrund von COVID-19 aufgedeckt.

Dies berichtet News.com.au.

Diese Zellen, die sich natürlich im Gehirn ansammeln, während Menschen altern, sind dafür bekannt, Gewebeentzündungen und -degeneration zu verursachen, was potenziell zu kognitiven Beeinträchtigungen wie Gedächtnisverlust und Gehirnnebel führen kann.

Das Forschungsteam unter der Leitung von Julio Aguado machte diese Entdeckung bei der Untersuchung der Auswirkungen von COVID-19 auf im Labor gezüchtetes synthetisches Gehirngewebe.

Wichtig ist, dass die Studie auch eine Methode zur Umkehrung dieser Effekte identifizierte.

Die Forscher testeten vier Medikamente - Navitoclax, ABT-737, Fisetin und eine Kombination aus Dasatinib plus Quercetin (D+Q) - und fanden sie wirksam bei der Eliminierung der Zombie-Zellen.

Dr. Aguado betonte die Notwendigkeit weiterer Forschung, um die beteiligten Mechanismen vollständig zu verstehen. Er merkte jedoch an, dass die Studie einen bedeutenden Fortschritt im Verständnis der komplexen Beziehung zwischen viralen Infektionen, Alterung und neurologischer Gesundheit darstellt.

Die Ergebnisse deuten auf potenzielle langfristige Anwendungen dieser Medikamente bei der Behandlung von anhaltenden postakuten Infektionssyndromen hin, die durch virale Infektionen wie COVID-19 verursacht werden.