Putin folgt Stalins Spuren: Harte Taktiken im Ukraine-Konflikt

Peter Zeifert

37 Wochen vor

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05/10/2023
Welt
Foto: Shutterstock.com
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Harte Taktiken im Ukraine-Konflikt.

Wladimir Putin scheint erneut in den Spuren von Josef Stalin zu wandeln, indem er brutale Methoden im anhaltenden Konflikt mit der Ukraine anwendet. Laut Berichten hat Russland 280.000 Menschen in die Ukraine geschickt, darunter viele Berufssoldaten sowie Freiwillige.

Verzweifelte Anwerbungsversuche

Im vergangenen Jahr hat das russische Regime seine Rekrutierungsbemühungen intensiviert. Es wurden sogar suizidale Personen angesprochen, junge Leute mit finanziellen Anreizen gelockt und Straftätern Straffreiheit versprochen, falls sie sich verpflichten. Diese bunt gemischte Gruppe von Soldaten muss nun besonders harte Befehle der russischen Behörden ausführen.

Zu den russischen Truppen, die an die gefährlichsten Frontabschnitte geschickt werden, gehören Einheiten, die als "Sturm-Z-Truppen" bekannt sind. Diese bestehen hauptsächlich aus unkooperativen Soldaten, Gefangenen und jungen Männern, die unter Alkoholeinfluss stehen.

Sie werden in sogenannten "Strafbataillonen" eingesetzt, einer berüchtigten Methode, die auch Josef Stalin im Zweiten Weltkrieg angewandt hat.

Stalin schickte Kriminelle und unkooperative Soldaten auf quasi selbstmörderische Missionen. Putin scheint nun ähnliche rücksichtslose Methoden in der Ukraine anzuwenden.

"Wir bekommen Befehle, die so schrecklich sind, dass sie es nicht wert sind, ausgeführt zu werden", berichtete ein Soldat der Einheit 22179 gegenüber Reuters.

Angst vor Enttarnung

Die mit Reuters sprechenden Soldaten bestanden auf völlige Anonymität, da sie Strafverfolgung in Russland fürchten, sollten sie öffentlich über den Krieg sprechen. Einer von ihnen sagte, dass die Männer ständig Angst hätten, beim Trinken erwischt zu werden. Wer aus diesem oder anderen Gründen als unkooperativ gilt, wird unverzüglich den Strafbataillonen zugeteilt.