Putin hat seine Entscheidung getroffen

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto: Shutterstock.com
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Putin hat seine Entscheidung getroffen.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat beschlossen, bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen im März anzutreten, was auf eine mögliche Verlängerung seiner Amtszeit bis mindestens 2030 hindeutet.

Diese Entscheidung trifft er zu einem Zeitpunkt, den Putin als historisch kritisch für Russland ansieht, wie sechs anonyme Quellen gegenüber Reuters äußerten.

Mit 71 Jahren hat Putin, der 1999 das Präsidentenamt von Boris Jelzin übernahm, bereits die Dienstzeit jedes russischen Führers nach Josef Stalin übertroffen.

Seine Kandidatur, gestützt durch ein starkes staatliches System, staatliche Medien und das Fehlen nennenswerter öffentlicher Opposition, garantiert praktisch seinen Sieg in einem Wahlprozess, der von vielen als reine Formalität betrachtet wird.

Kreml-Insider berichten, dass die Vorbereitungen für Putins Wahlkampf im Gange sind, nachdem intern seine Absicht zur Kandidatur bestätigt wurde.

Diese Pläne stimmen mit Putins stabilen Zustimmungsraten in Russland überein, die häufig um 80% liegen. Eine öffentliche Andeutung seiner Kandidatur wird bald erwartet und spiegelt einen kürzlichen Bericht der Zeitung Kommersant wider.

Trotz des Ausbleibens einer formellen Ankündigung gab es unter Diplomaten und Geheimdienstkreisen reichlich Spekulationen, dass Putin seine Macht auf unbestimmte Zeit beibehalten würde.

Dmitri Peskow, Sprecher des Kremls, lehnte zwar einen spezifischen Kommentar ab, hatte aber zuvor angedeutet, dass Putin ein konkurrenzloser Kandidat sein würde, sollte er sich zur Wahl stellen.