Der Wettbewerb in der Arktis verschärft sich, während Putin den Druck der USA kritisiert.
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Die globalen Spannungen nehmen zu, da Auseinandersetzungen im hohen Norden in eine offene politische Konfrontation übergehen.
Im Zentrum steht Grönland und eine wachsende Kluft zwischen Verbündeten und Rivalen.
Der russische Präsident Wladimir Putin äußerte eine kaum verhüllte Rüge der US-Politik und warf nicht näher genannten Mächten vor, ihren Willen eher durch Zwang als durch Dialog durchsetzen zu wollen.
„Der Dialog zwischen Staaten endet damit, einem Monolog jener zu ähneln, die kraft des Rechts des Stärkeren glauben, sie hätten das Recht, ihren Willen aufzuzwingen, Lebensregeln zu diktieren und Anweisungen zu erteilen“, sagte Putin.
Auch wenn Donald Trump nicht direkt erwähnt wurde, wurden die Äußerungen weithin als erste öffentliche Reaktion Moskaus auf Washingtons Ambitionen in Grönland gewertet.
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Vorwürfe in der Arktis
Der Kreml wies zudem Vorwürfe zurück, Russland wolle die Kontrolle über Grönland übernehmen. Zugleich betonte er, Moskau werde seine Position in der Arktis aufrechterhalten, und machte westliche Staaten für die wachsende Instabilität verantwortlich.
„Bevor NATO- und EU-Bürokraten andere für die Risse zwischen ihnen verantwortlich machen, sollten sie zunächst ihre eigene Verantwortung für die tiefe und rasche Erosion der globalen Sicherheit anerkennen“, sagte Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums.
Sie fügte hinzu, Russland werde seine Souveränität in der Arktis weiter stärken, mit einem Schwerpunkt auf Verteidigung und Infrastruktur entlang der Nördlichen Seeroute.
Frankreich greift ein
Frankreich reagierte mit einer deutlichen Warnung, dass jede Verletzung der Souveränität eines verbündeten Staates ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen werde.
Präsident Emmanuel Macron kündigte eine verstärkte französische Militärpräsenz in Grönland im Rahmen der dänischen Übung „Arctic Endurance“ an.
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„In Grönland, einem autonomen Gebiet des Königreichs Dänemark, tragen die Europäer eine besondere Verantwortung“, sagte Macron und wies darauf hin, dass französische Land-, Luft- und Seestreitkräfte bereits verlegt würden und in den kommenden Tagen weiter verstärkt würden.
Den Erklärungen waren gescheiterte Gespräche in Washington vorausgegangen, bei denen die Außenminister Dänemarks und Grönlands keine Einigung mit US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio erzielen konnten.
Quelle: Digi24