Putins Spitzengesandter wird in Washington erwartet – Gespräche über Friedenslösung in der Ukraine

Amalie L.

22 Stunden vor

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02/04/2025
Welt
Foto: Wiki Commons
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Kirill Dmitriev trifft Trumps Chefunterhändler – Zeichen einer Annäherung zwischen USA und Russland.

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Ein ranghoher Berater des Kremls wird diese Woche in Washington erwartet – ein deutliches Signal für eine Wiederbelebung der US-russischen Beziehungen unter der Regierung Trump.

Kirill Dmitriev, Geschäftsführer des russischen Staatsfonds und langjähriger Vertrauter von Wladimir Putin, soll Berichten zufolge Gespräche mit dem obersten US-Unterhändler von Präsident Trump, Steve Witkoff, führen. Ziel ist es, mögliche Wege zur Beendigung des Krieges in der Ukraine auszuloten.

Der Besuch wäre die erste Reise eines hochrangigen russischen Beamten nach Washington seit Russlands Invasion in die Ukraine im Jahr 2022. Er findet inmitten verstärkter diplomatischer Aktivitäten nach Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar statt.

Laut Digi24.ro hat Dmitriev bereits eine wichtige Rolle hinter den Kulissen bei den jüngsten Verhandlungen gespielt – etwa bei Gesprächen in Riad sowie bei Bemühungen, einen in Russland inhaftierten US-Professor freizubekommen. Für diese Reise wurden die gegen Dmitriev verhängten US-Sanktionen vorübergehend aufgehoben, um ihm die Einreise zu ermöglichen.

Ein Neustart – mit Bedingungen

Obwohl Trump sowohl mit Putin als auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Unzufriedenheit geäußert hat, hat sich seine Regierung deutlich von der Linie seines Vorgängers entfernt. Anstelle verstärkter militärischer Unterstützung setzt Trump auf einen ausgehandelten Waffenstillstand – teils in Übereinstimmung mit russischen Positionen.

Witkoff, der Putin bereits zweimal in Moskau getroffen hat, leitet die US-Bemühungen. Laut CNN wächst jedoch Trumps Ungeduld über mangelnde Fortschritte. Intern soll er infrage gestellt haben, ob Putin überhaupt vertrauenswürdig sei.

Zusätzliche Spannungen entstanden durch Meinungsverschiedenheiten über die Bedingungen eines Rohstoffabkommens zwischen Washington und Kiew, bei dem Trump Selenskyj davor gewarnt hat, sich zurückzuziehen.

Hindernisse und Vorbedingungen

Russland hat die jüngsten Vorschläge der USA unterdessen als unzureichend zurückgewiesen. Vizeaußenminister Sergej Rjabkow erklärte am Dienstag, die Pläne gingen „nicht auf die eigentlichen Ursachen des Konflikts“ aus Sicht Moskaus ein. Zudem fordert der Kreml die Aufhebung der Sanktionen als Vorbedingung für eine Einstellung der militärischen Aktivitäten im Schwarzmeerraum.

Trotz dieser politischen Hürden scheinen beide Seiten weiterhin weit von einer Einigung entfernt. Dennoch deutet Dmitrievs Besuch darauf hin, dass die Trump-Regierung entschlossen ist, ein Abkommen zu verfolgen – und bereit sein könnte, dafür mutige diplomatische Schritte zu unternehmen.