Rechtsruck in Portugal: Chega verdoppelt Stimmanteil

Geschrieben von Olivia Rosenberg

11 Wochen vor

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11/03/2024
Foto: Shutterstock
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Portugals politische Landschaft im Umbruch.

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Portugal hat sich ein signifikanter Rechtsruck vollzogen. 

Das konservative Bündnis Demokratische Allianz (AD) unter Luís Montenegro erzielte nach offiziellen Ergebnissen 29 bis 33 Prozent der Stimmen, während die rechtsextreme Partei Chega ("Es reicht") einen bemerkenswerten Zuwachs verzeichnete und auf 18 Prozent kam. 

Die seit 2015 regierende Sozialistische Partei (PS) erreichte 28,66 Prozent und landete damit knapp hinter der AD. 

Dieses Wahlergebnis markiert eine deutliche Verschiebung in der politischen Landschaft Portugals, das lange als Bollwerk gegen den Rechtsextremismus galt, so die WELT.

Die Wahl wurde von verschiedenen sozialen und wirtschaftlichen Problemen überschattet, darunter Korruption, Wohnungsnot und Inflation, die in Portugal besonders akut sind. 

Diese Faktoren haben zum Erstarken der Chega beigetragen, die sich nun als bedeutende Kraft im neuen Parlament etabliert hat.

Trotz der kontroversen Positionen der Chega und der klaren Ablehnung einer Zusammenarbeit durch andere Parteien, bleibt die politische Zukunft Portugals ungewiss.

Die jüngsten Wahlen in Portugal spiegeln eine tiefgreifende Veränderung in der politischen Ausrichtung des Landes wider, die von wachsender Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien und zunehmenden sozialen sowie wirtschaftlichen Herausforderungen angetrieben wird.