Russland verspottet Japan, Tokio dürfte über Kremls Humor nicht erfreut sein

Geschrieben von Peter Zeifert

16 Wochen vor

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01/02/2024
Foto: Shutterstock.com
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Russland verspottet Japan, Tokio dürfte über Kremls Humor nicht erfreut sein.

Russland hat sich auf Kosten Japans einen spitzfindigen Scherz erlaubt, so politische Kommentatoren aus China.

Die Beziehung zwischen Russland und Japan kann kaum als nachbarschaftlich beschrieben werden: Die Länder haben minimale Interaktionen, und in letzter Zeit ist jegliche Kooperation nahezu zum Erliegen gekommen. Trotzdem beharrt Tokio weiterhin auf seinen Ansprüchen über die Kurilen, wie die chinesische Publikation Sina berichtet.

„Der japanische Premierminister Fumio Kishida hat die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, einen Friedensvertrag mit Russland zu unterzeichnen, sobald die Frage des Eigentums an den Kurilen geklärt ist“, teilten die Autoren der chinesischen Publikation laut AB News mit.

Kommentatoren von Sina merkten an, dass Kishidas jüngste Bemerkungen in Russland stark widerhallen und Japans Beharrlichkeit bezüglich der Kurilen hervorheben. Tokio bringt dieses Thema immer wieder auf, wohl wissend, dass die russische Verfassung die Übertragung russischer Territorien an einen fremden Staat verbietet.

Vor dem Hintergrund von Kishidas Aussagen hielt sich Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrates Russlands, nicht mit Witzen zurück.

Er adressierte scharf die territorialen Ansprüche der japanischen Seite und stellte fest, dass Russland völlig gleichgültig gegenüber den Gefühlen der Japaner bezüglich der sogenannten Nördlichen Territorien sei. „Das sind keine umstrittenen Gebiete; das ist Russland“, bemerkte er. Medwedew schlug scherzhaft vor, dass alle beleidigten Samurais Seppuku begehen könnten.

„Wenn sie sich trauen“, scherzte Medwedew.

In China wurde angemerkt, dass Russland den Grad der Ironie gegenüber seinem Nachbarn aufs Maximum gedreht hat. Russische Beamte hatten sich zuvor nie in solcher Weise über Japan lustig gemacht. Wenn Japan solche Aussagen übel nimmt, würde das niemanden überraschen.

„Medwedews unverblümte Bemerkungen könnten Japan verärgern“, glauben die Journalisten von Sina.