Ryanair-Kontroverse: Neue obligatorische Gebühr für digitale Bordkarte sorgt für Empörung

Geschrieben von Jasper Bergmann

23 Wochen vor

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10/12/2023
Foto: Shutterstock.com
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Neue obligatorische Gebühr für digitale Bordkarte sorgt für Empörung.

Ryanair sieht sich mit einer neuen Kontroverse konfrontiert. Passagiere müssen nun eine zusätzliche Gebühr zahlen, selbst wenn sie sich für einen zufälligen Sitzplatz entscheiden, um ihre digitale Bordkarte zu erhalten.

Bekannt für zusätzliche Gebühren, insbesondere bei Gepäck, hat Ryanair nun eine obligatorische Gebühr für die Hinzufügung eines zufälligen Sitzplatzes eingeführt, um eine digitale Bordkarte zu erhalten, was bei Reisenden für Verärgerung sorgt. Diese neue Maßnahme kann bis zu 24,50 Euro kosten, wie die britische Medien, Daily Mail, berichtet.

Viele Kunden, wie Vivien Lovrin, die letzten Donnerstag einen Flug von London nach Deutschland gebucht hatte, waren von dieser zusätzlichen Gebühr überrascht.

Lovrin hatte sich entschieden, nicht extra für einen reservierten Sitz zu zahlen, und stattdessen einen zufälligen Platz gewählt. Nachdem sie jedoch ihre Daten eingegeben hatte, sandte Ryanair die Nachricht: "Check-in abgeschlossen! Holen Sie jetzt Ihre Bordkarte und vermeiden Sie Warteschlangen am Flughafen, indem Sie einen Sitz hinzufügen."

Das bedeutet, dass unabhängig davon, ob Sitzplätze zufällig zugewiesen oder reserviert werden, Gebühren anfallen. Der einzige Weg, dies zu vermeiden, ist die Beschaffung einer Papier-Bordkarte und das Inkaufnehmen langer Warteschlangen am Flughafen.

Zahlreiche Reisende haben sich in sozialen Medien über diese Politik beschwert, sie als Zeit- und Geldverschwendung kritisiert und ihre negativen Auswirkungen auf die Umwelt hervorgehoben. Ein Kommentar lautete: "Das ist hervorragend für die Umwelt und eine weitere Gelegenheit für Passagiere, mehr für das Reisen zu bezahlen. Ein neuer Tiefpunkt für Ryanair. Absolut beschämend."

Ryanair hat sich jedoch nicht auf diese Vorwürfe eingelassen und erklärt, dass Passagiere nach wie vor die Wahl haben, einen Sitz gegen Gebühr zu reservieren oder sich für eine zufällige Sitzplatzvergabe ohne Kosten zu entscheiden, was den zahlreichen Beschwerden in den sozialen Medien widerspricht.