Schockumfragen: Trump schlachtet Biden

08/11/2023 13:32

Jasper Bergmann

Welt
Foto: Shutterstock.com
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Trump schlachtet Biden.

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Die republikanische Freude ist groß, da Donald Trump bei den Wählern, die bei der letzten Wahl für Joe Biden gestimmt haben, erhebliche Einbrüche verzeichnet. Laut einer Umfrage von CNN würden, wenn heute gewählt würde, 49 Prozent für Donald Trump und 45 Prozent für Joe Biden stimmen.

Die New York Times zeigt in den sogenannten Swing States ein noch düstereres Bild für den amtierenden Präsidenten. Biden gewann 2020 alle sechs Staaten Nevada, Georgia, Arizona, Michigan, Pennsylvania und Wisconsin – jetzt führt Trump in fünf davon mit vier bis elf Prozentpunkten. Nur in Wisconsin kann Biden mit knappen zwei Prozentpunkten führen.

Die Unterstützung für Biden scheint jedoch dramatisch zu schwinden, wenn man die Zahlen genauer betrachtet. Laut CNN hat Trump unter den "Wählern unter 35 Jahren" mit 48 Prozent gegenüber 47 Prozent die Nase vorn, obwohl Biden diese Gruppe 2020 mit 21 Prozentpunkten gewonnen hatte. Bei den "unabhängigen Wählern" führt Trump mit 45 zu 41, wo Biden 2020 mit 13 Prozentpunkten gewonnen hatte.

Unter den "schwarzen Wählern" führt Biden mit 73 zu 23, ein Rückgang im Vergleich zu seinem Sieg von 75 Prozentpunkten im Jahr 2020. Unter den "Latinovählern" führt Biden mit 50 zu 46, nachdem er 2020 mit 33 Prozentpunkten gewonnen hatte.

Die New York Times berichtet weiter, dass Biden der erste demokratische Präsidentschaftskandidat in etwa 60 Jahren zu sein scheint, der unter 80 Prozent Unterstützung unter schwarzen Wählern fällt. Zudem glaubt eine Mehrheit von 59 Prozent gegenüber 37 Prozent, dass Donald Trump besser in der Lage wäre, die amerikanische Wirtschaft zu verbessern.

Die meisten sind auch der Meinung, dass der ehemalige Präsident in Bezug auf Einwanderung, nationale Sicherheit und den Israel-Hamas-Konflikt besser abschneiden würde.

Währenddessen scheinen die zahlreichen Gerichtsverfahren und Kontroversen, die sich ständig um Donald Trump drehen, für die Wähler keine Rolle zu spielen.

Wie der politische Analyst Jeff Greenfield bei Politico schreibt, ist dies in Wirklichkeit ein noch größeres Problem für Joe Biden. "Was kann Biden den Wählern über Trump sagen, was sie nicht bereits wissen?" fragt er. "Die Wähler scheinen Trumps Verhalten in ihre Bewertung einbezogen zu haben, und im Moment scheint es nicht disqualifizierend zu sein."