Schreckliche Botschaft vom ISIS-Sprecher

Geschrieben von Peter Zeifert

19 Wochen vor

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05/01/2024
Foto: Shutterstock.com
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Schreckliche Botschaft vom ISIS-Sprecher.

Abu Huthaifa al-Ansari, ein Sprecher des Islamischen Staates (ISIS), hat in einer 30-minütigen Aufnahme einen beunruhigenden Aufruf veröffentlicht.

Laut JNS richtet sich die Botschaft, die von Al-Furqan, dem Medienarm von ISIS, verbreitet wurde, global gegen Juden und fordert ISIS-Anhänger auf, Angriffe in den Vereinigten Staaten und Europa zu starten. Al-Ansari identifiziert ausdrücklich Synagogen, jüdische Veranstaltungen und israelische diplomatische Missionen als potenzielle Ziele.

'Kein Unterschied zwischen Zivilisten und Soldaten'

In seiner Rede erklärt Al-Ansari den Konflikt mit den Juden zu einem religiösen Krieg, der soziale oder nationale Grenzen überschreitet. Er befürwortet nachdrücklich den Einsatz verschiedener Angriffsmethoden, einschließlich Feuerwaffen, Sprengstoffen und Messern, und betont, dass bei diesen Angriffen kein Unterschied zwischen Zivilisten und Soldaten gemacht werden soll.

Darüber hinaus umfasst Al-Ansaris Botschaft eine breitere geopolitische Kritik. Er beschuldigt mehrere arabische Nationen, insbesondere Ägypten, Jordanien, den Libanon und einige Golfstaaten, der Mittäterschaft in dem, was er als den "jüdischen Krieg gegen Muslime" bezeichnet. Diese Anschuldigung signalisiert eine Vertiefung des Risses in der Region, da diese Nationen traditionell als moderate arabische Staaten mit unterschiedlichen Graden der Zusammenarbeit mit Israel angesehen werden.

Zusätzlich kritisiert der ISIS-Sprecher die Verbindungen der Hamas mit Teheran. Er warnt die palästinensische Terrorgruppe vor weiterer Zusammenarbeit mit dem iranischen Regime und deutet auf Irans Absicht hin, seinen Einfluss durch regionale Stellvertreter auszuweiten. Diese Kritik veranschaulicht das komplexe Geflecht von Allianzen und Feindschaften, das die Politik im Nahen Osten prägt.

In einer separaten, aber damit zusammenhängenden Entwicklung hat ISIS die Verantwortung für einen tödlichen Angriff im Iran übernommen, den schwersten seit der Islamischen Revolution von 1979. Der Angriff, an dem zwei Selbstmordattentäter beteiligt waren, zielte auf eine Gedenkveranstaltung für Qassem Soleimani, einen Generalmajor der Quds-Streitkräfte. Der Vorfall unterstreicht die anhaltende Fähigkeit von ISIS zu bedeutenden Terroroperationen und ihre Bereitschaft, Schiiten anzugreifen, die sie als "polytheistische Schiiten" bezeichnen.