Schurkenwellen im Ozean sind viel häufiger als bisher angenommen, besagt eine neue Studie.

Geschrieben von Olivia Rosenberg

5 Wochen vor

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16/04/2024
Foto: Shutterstock
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Schurkenwellen verstehen und vorhersagen.

Schurkenwellen, auch als Monsterwellen bekannt, sind ein Phänomen, das Seefahrer seit Jahrhunderten fasziniert und erschreckt. 

Diese gigantischen Wellen, die plötzlich und ohne Warnung auftreten, können eine immense Zerstörungskraft haben. Eine neue Studie, die kürzlich in den "Physical Review Letters" veröffentlicht wurde, zeigt nun, dass diese Wellen viel häufiger sind als bisher angenommen.

Die Forscher nutzten laut The Conversation fortschrittliche dreidimensionale Bildgebungstechniken, um die Dynamik der Ozeanwellen genauer zu untersuchen. 

Sie entdeckten, dass Schurkenwellen entstehen können, wenn mehrere kleinere Wellen sich an einem Punkt überlagern und ihre Energie bündeln. Diese Konvergenz führt zu einer kurzfristigen, aber extremen Erhöhung der Wellenhöhe.

Die Studie fand heraus, dass solche Ereignisse unter bestimmten Bedingungen häufiger auftreten können. 

Insbesondere bei starkem Wind und jungen Wellen, die noch Energie aufnehmen, ist die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Schurkenwellen höher. 

Diese Erkenntnis ist besonders wichtig für die Schifffahrt und die maritime Sicherheit, da Schurkenwellen traditionell schwer vorherzusagen sind.

Die Implikationen dieser Forschung sind weitreichend. Sie fordern nicht nur unsere bestehenden Theorien über Ozeanwellen heraus, sondern könnten auch zu besseren Vorhersagemodellen für maritime Phänomene führen. 

Dies ist von entscheidender Bedeutung, da verbesserte Vorhersagen das Risiko für Schiffe auf hoher See reduzieren könnten.

Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die Notwendigkeit, unsere Verständnisse von Ozeandynamiken zu überdenken und die Faktoren, die zur Entstehung von Schurkenwellen beitragen, genauer zu erforschen.

Dies könnte letztendlich helfen, die Gefahren, die diese imposanten Naturereignisse für Schiffe und ihre Besatzungen darstellen, zu minimieren.