Schwedischer Militärbeamter warnt, dass Putin den Dritten Weltkrieg auslösen könnte, wenn Russland F-16 abschießt

Geschrieben von Peter Zeifert

Foto. Shutterstock.com
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Inmitten eskalierender Spannungen haben die jüngsten Äußerungen Wladimir Putins Befürchtungen eines großen Konflikts geweckt, mit Experten, die vor den Folgen für die NATO und den weltweiten Frieden warnen.

Eine kürzliche Aussage des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat Wellen in der internationalen Gemeinschaft geschlagen und Besorgnisse über das Potenzial für einen dritten Weltkrieg entfacht.

Im Zentrum dieser Kontroverse steht Putins Antwort auf die Bereitstellung von F-16-Kampfjets an die Ukraine durch mehrere EU-Staaten, ein Schritt, der eine deutliche Warnung aus dem Kreml nach sich gezogen hat.

Eine kühne Behauptung

Der schwedische Oberstleutnant Joakim Paasikivi von der Verteidigungsuniversität Stockholm fand klare Worte, als er Putins Bemerkungen deutete.

In einem Gespräch mit der schwedischen Nachrichtenagentur TT unterstrich er die Schwere der Lage und sagte:

"Wenn Putin einen Krieg mit der NATO will, so fängt man ihn an. Dann wird es einen dritten Weltkrieg geben."

Westliche Befürchtungen zurückweisend

Zu Beginn der Woche bezeichnete Putin die Bedenken westlicher Länder über Russlands mögliche Aggression gegenüber NATO-Mitgliedern als „Unsinn“.

Jedoch haben seine nachfolgenden Kommentare zu den F-16-Kampfjets die Ängste nur verschärft. Putin betonte, dass diese Jets, sollten sie von den Territorien Drittländer operieren, unabhängig von ihrem Standort als legitime Ziele Russlands angesehen würden.

Des Weiteren wies er auf die Notwendigkeit hin, die nuklearen Fähigkeiten der Flugzeuge zu berücksichtigen, angesichts ihrer amerikanischen Herkunft.

Eine Erzählung des Opferdaseins

Laut Oberstleutnant Paasikivi dient Putins Erwähnung des nuklearen Aspekts der F-16 einem doppelten Zweck.

Sie droht nicht nur dem Westen, sondern verstärkt auch die Erzählung Russlands als einer belagerten Nation, die ständig von aggressiven westlichen Politiken bedroht wird.

„Für Putin ist es wichtig, den Westen als die größte Bedrohung für das heimische Publikum darzustellen. Die sogenannte nukleare Bedrohung durch den Westen steht im Zentrum der gesamten russischen Erzählung“, erklärte Paasikivi.

Putins Strategie, die nukleare Bedrohung als Druckmittel einzusetzen, war seit Beginn der unbegründeten Invasion in der Ukraine ein konstantes Element der russischen Rhetorik.

Diese Drohungen wurden von Putins politischen Verbündeten und Propagandisten widerhallt, mit dem Ziel, Europa und die USA einzuschüchtern. Jedoch bemerkte Paasikivi eine Veränderung in Putins jüngster Aussage, mit einer expliziteren Identifizierung der F-16 und westlichen Ziele, was ein neues und besorgniserregendes Detail in der laufenden Erzählung markiert.

Das Versprechen von F-16-Kampfjets an die Ukraine durch Länder wie Dänemark, die Niederlande, Norwegen und Belgien stellt eine bedeutende Verstärkung der militärischen Fähigkeiten der Ukraine dar, mit bisher zugesagten 45 Flugzeugen.

Diese Zahl könnte bis zum Ende des Jahres potenziell auf 60 steigen, was eine starke westliche Unterstützung für die Ukraine angesichts der russischen Aggression signalisiert.