Selenskyj warnt Deutschland: Waffenlieferungen reichen nicht aus

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Mehr Engagement im Ukraine-Konflikt gefordert.

In einem bemerkenswerten Interview mit Caren Miosga äußerte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Enttäuschung über die deutsche Politik.

Er warnte Verteidigungsminister Boris Pistorius, dass die an die Ukraine gelieferten Waffen Deutschland in einem möglichen Konflikt mit Russland kaum helfen würden, so berichtet die Welt

Selenskyj betonte, dass Deutschland eine wichtigere Rolle in der EU spielen und die Union konsolidieren könne, sollte die Unterstützung der USA für die Ukraine nachlassen. Er sprach sich auch für einen EU-Beitritt der Ukraine aus.

Die Beziehungen zu den USA seien stark, und es sei unwahrscheinlich, dass die Politik der Vereinigten Staaten von einer einzigen Person abhänge. 

Selenskyj appellierte an Deutschland, sich stärker einzubringen und betonte die Notwendigkeit, mehr Ukrainer zurück ins Land zu holen, um beim Wiederaufbau zu helfen. 

Er lehnte es jedoch ab, sich in die Debatte einzumischen, ob Deutschland ukrainische Flüchtlinge ausweisen sollte, und betonte, dass dies eine deutsche Angelegenheit sei.

Selenskyj äußerte sich auch zu den aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen Russland und die Herausforderungen, denen sich die Ukraine gegenübersieht. 

Er betonte die Wichtigkeit der internationalen Unterstützung und die Notwendigkeit, Russland weiterhin entgegenzutreten. 

Der ukrainische Präsident zeigte sich entschlossen, für die Souveränität und Unabhängigkeit seines Landes zu kämpfen, und forderte die internationale Gemeinschaft auf, die Ukraine in diesem Kampf zu unterstützen.