Strengere Zollregeln für Agrarprodukte aus der Ukraine beschlossen

Geschrieben von Olivia Rosenberg

6 Wochen vor

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09/04/2024
Foto: Shutterstock
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EU verschärft erneut Zölle auf ukrainische Lebensmittel.

Die Europäische Union hat in einer jüngsten Entscheidung die Zollvorgaben für Lebensmittelimporte aus der Ukraine erneut verschärft, wie DER SPIEGEL berichtet. 

Diese Maßnahme folgt auf eine frühere Einigung, die bereits eine Beendigung der zollfreien Einfuhr landwirtschaftlicher Produkte aus der Ukraine vorsah.

Die neuen Regelungen, die spezifisch Geflügel, Eier, Zucker, Hafer, Mais, Grobgrieß und Honig betreffen, limitieren die zollfreie Einfuhr dieser Waren auf bestimmte Mengen. Sobald diese Kontingente ausgeschöpft sind, werden erneut Zölle erhoben. 

Die Anpassung tritt ab dem 6. Juli für die Dauer eines Jahres in Kraft und bedarf noch der offiziellen Bestätigung durch das Europaparlament und die EU-Staaten.

Die Notwendigkeit für diese Regelung ergibt sich aus dem Auslaufen der aktuellen Zollerleichterungen im Sommer. 

Die EU hatte kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die Zölle für ukrainische Waren aufgehoben, um die Wirtschaft des angegriffenen Landes zu stützen. 

Die neue Regelung stößt jedoch auf Kritik, insbesondere von Landwirten in östlichen EU-Ländern, die sich durch die billigen Agrarimporte aus der Ukraine in ihrer Existenz bedroht sehen. Länder wie Ungarn und Frankreich forderten daher strengere Zollregelungen.

Diese Entscheidung markiert einen wichtigen Schritt in der EU-Politik, der die Balance zwischen der Unterstützung der ukrainischen Wirtschaft und dem Schutz der eigenen Landwirte vor unfairem Wettbewerb sucht. 

Die Auswirkungen dieser Regelung auf die ukrainische Wirtschaft und die Agrarmärkte innerhalb der EU werden in den kommenden Monaten genau beobachtet werden müssen.