Der Hersteller weist die Anschuldigung entschieden zurück.
Wenn eine bestimmte Technologie den Schlüssel zur Zukunft in sich birgt, will jeder sie kontrollieren.
Hinter den Kulissen bringt der Kampf um die Vorherrschaft oft enge Verbündete gegeneinander auf.
Nun bedroht eine wilde Anschuldigung eine massive globale Partnerschaft.
Eine verschwundene Maschine
Handelsminister Howard Lutnick ließ eine Bombe in der Technologiewelt platzen, indem er andeutete, dass eine streng limitierte Mikrochip-Maschine China erreicht habe.
Laut Onet t sind diese Werkzeuge der heilige Gral der künstlichen Intelligenz. Ein niederländisches Unternehmen namens ASML ist der einzige Hersteller, der sie bauen kann.
Der Hersteller weist die Anschuldigung entschieden zurück. ASML-Führungskräfte gaben eine klare Antwort und bemerkten: „Das ist unmöglich.“
Das Unternehmen verfolgt jede Einheit und teilte US-Beamten mit, dass es den genauen Standort aller 340 jemals gebauten Maschinen kenne. Es behält auch eine strenge Kontrolle über den Versand bei.
ASML erklärte: „ASML hat niemals eine EUV-Maschine nach China geliefert, noch hat es Komponenten, Module oder Ausrüstung, die speziell für den Einsatz in einer EUV-Maschine entwickelt wurden, nach China versandt.“
Trotz der brisanten Behauptung hat Washington keine konkreten Beweise vorgelegt.
Harter Widerstand
Die niederländischen Behörden weigern sich, eine blinde Untersuchung einzuleiten. Handelsminister Sjoerd Sjoerdsma besuchte Washington, um sein Land und dessen strenge Exportregeln zu verteidigen.
Im Gespräch mit The Economist bestätigte der Minister, dass seine Regierung die Behauptungen derzeit nicht untersuche.
Er erklärte: „Wenn es Probleme gäbe, die untersucht werden müssten, vielleicht sogar strafrechtliche Verfahren, würden wir dies selbstverständlich tun.“
Experten bezweifeln, dass eine ganze Maschine spurlos verschwunden sei. Stattdessen vermuten Insider, dass der eigentliche Streit sich um ältere Technologie dreht, die ASML legal an chinesische Käufer verkauft.
Der größere Kampf
Dieser Konflikt offenbart einen wachsenden Riss zwischen der Trump-Regierung und europäischen Staats- und Regierungschefs. Jenseits des Atlantiks befürchten US-Beamte offen, dass Europa zu nachgiebig mit Peking umgehe.
Unterdessen schürt ein vorgeschlagenes amerikanisches Gesetz namens MATCH Act weiteren Ärger. Der aggressive Gesetzentwurf würde ausländische Unternehmen zwingen, den Service für ältere Maschinen einzustellen, die bereits in China in Betrieb sind.
Befürworter argumentieren, dass die nationale Sicherheit immer an erster Stelle stehen müsse. Gregory Allen, ein ehemaliger Strategiedirektor des Pentagons, sagte The Economist: „Ich unterstütze es nicht, Unternehmen höflich zu bitten, dies nicht zu tun. Ich unterstütze es, es illegal zu machen.“
Die eigenen Interessen schützen
Europäische Beamte lehnen diesen aggressiven amerikanischen Ansatz entschieden ab. Sie sind der Ansicht, Washington versuche unfairerweise, ausländische Unternehmen zu kontrollieren, während es seine eigenen privaten Geschäfte sichere.
Sjoerdsma machte seine tiefe Frustration deutlich. Er bemerkte: „Wir glauben, dass jedes Land am besten in der Lage ist zu entscheiden, welche Technologien seine Unternehmen entwickeln sollten und welche Sicherheitsrisiken dies mit sich bringen kann oder auch nicht.“
Quellen: Onet, The Economist