Die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris verurteilte die tödliche Schießerei umgehend.
Wenn eine Tragödie eine ruhige Stadt erschüttert, breiten sich die Schockwellen aus.
Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens treten oft auf den Plan, um ihre Empörung zu teilen und die Debatte zu lenken.
Doch im heutigen, stark polarisierten politischen Klima kann eine einfache Aussage sofort eine massive Gegenreaktion auslösen.
Eine tödliche Begegnung
Am frühen Montagmorgen erschossen Bundesmigrationsbeamte einen 26-jährigen kolumbianischen Mann in Biddeford, Maine. Joan Sebastian Guerrero fuhr sein Auto.
Plötzlich eröffnete ein Beamter das Feuer. Laut der Daily Mail beobachtete seine dreijährige Tochter die erschreckende Szene vom Rücksitz aus.
Das Department of Homeland Security gab später zu, dass die Beamten das Gebiet wegen einer völlig anderen Person überwachten.
Beamte behaupteten, der Beamte habe geschossen, weil der Fahrer versucht habe zu fliehen und sein Fahrzeug als Waffe einzusetzen.
Die Vizepräsidentin äußert sich
Die ehemalige Vizepräsidentin Kamala Harris verurteilte die Gewalt umgehend in den sozialen Medien. Sie forderte sofortige Rechenschaftspflicht.
„Joan Sebastian Guerrero sollte noch leben“, schrieb Harris online. Sie wies darauf hin, dass dies das zweite Mal innerhalb einer Woche gewesen sei, dass Beamte jemanden getötet hätten, der nicht das eigentliche Ziel war.
„Nun ist Sebastian tot, sein Tod wurde von seiner dreijährigen Tochter in ihrem Bluey-Schlafanzug miterlebt“, fügte sie hinzu.
Sie bestand auf einer transparenten Untersuchung. „Dies darf in Amerika nicht hinnehmbar sein“, erklärte sie und fügte hinzu, dass jeder, der für Fehlverhalten verantwortlich sei, zur Rechenschaft gezogen werden müsse.
Schnelle öffentliche Empörung
Die Reaktion auf ihre Kommentare war unmittelbar und harsch. Viele Kritiker im Internet machten sie direkt für den aktuellen Zustand der Grenzsicherung verantwortlich.
„Nun zu den Tausenden von Amerikanern, die von Personen, die sich illegal in den USA aufhalten, ermordet wurden“, schrieb ein Social-Media-Nutzer.
Sie fügten hinzu: „Wären sie nicht alle am Leben, wenn die illegalen Ausländer, die sie getötet haben, überhaupt nicht illegal in den USA gewesen wären? Erinnern Sie uns jetzt noch einmal daran, wie viele Millionen von ihnen Sie und Joe hereingelassen haben.“
Ein anderer Nutzer warf ihr vor, gefährliche Personen anstelle von Strafverfolgungsbehörden zu schützen. „Laut Kamala Harris sollten gewalttätige kriminelle illegale Ausländer ICE-Agenten töten dürfen, solange ihre Töchter Bluey-Schlafanzüge tragen“, behaupteten sie.
Auf der Suche nach echten Antworten
Jenseits der Internet-Empörung fordern lokale Führungspersönlichkeiten Fakten. Die Situation bleibt undurchsichtig, da die Beamten Berichten zufolge keine Körperkameras trugen.
Der Senator von Maine Angus King erklärte der Daily Mail, er wolle eine vollständig offene Untersuchung.
In der Zwischenzeit hat der Vorfall ähnliche Operationen ausgesetzt. Bundesbehörden haben die meisten Fahrzeugkontrollen vorübergehend eingestellt, während sie den tödlichen Vorfall überprüfen.
Quellen: Daily Mail, Department of Homeland Security