Startseite Welt Trump kürt sich in bizarrer Präsidentenrangliste selbst zum „Größten“

Trump kürt sich in bizarrer Präsidentenrangliste selbst zum „Größten“

Trump kürt sich in bizarrer Präsidentenrangliste selbst zum „Größten“
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Rangliste stufte die jüngsten demokratischen Präsidenten Joe Biden, Barack Obama und Jimmy Carter als regelrechte „Versager“ ein.

Die Geschichte braucht gewöhnlich Jahrzehnte, um einen politischen Führer zu beurteilen.

Doch im modernen Medienzeitalter ziehen es einige Politiker vor, das Warten zu überspringen und ihr eigenes Vermächtnis zu schreiben. Ein aktueller Social-Media-Beitrag zeigt genau, wie das aussieht.

Donald Trump hat kürzlich beschlossen, die historische Bedeutung amerikanischer Staatschefs zu bewerten. Laut TVPWorld, zitiert von Digi24, teilte er auf seiner Plattform Truth Social eine personalisierte Infografik, die frühere Präsidenten in sechs verschiedene Kategorien einteilt.

Die Kategorien reichen von „schrecklich“ bis „spektakulär“. Der ehemalige Präsident platzierte sich selbst fest und allein in der höchstmöglichen Kategorie.

Eine maßgeschneiderte Rangliste

Das Social-Media-Bild zeigt Porträts von 34 verschiedenen Oberbefehlshabern. Trump versah sein eigenes Bild mit dem Titel „Größter“ und ließ an der Spitze keinen Platz für jemand anderen.

Gleichzeitig verteilte er harte Bewertungen an seine modernen politischen Rivalen. Die Rangliste stufte die jüngsten demokratischen Präsidenten Joe Biden, Barack Obama und Jimmy Carter als regelrechte „Versager“ ein.

Bill Clinton landete genau in der Mitte. Die Grafik bezeichnete den Ehemann von Trumps früherer Wahlgegnerin als „durchschnittlichen“ Staatschef.

Fehlende berühmte Gesichter

Dieser spezielle Beitrag erschien kurz nach einem äußerst schmeichelhaften Fernsehsegment. CNN strahlte kürzlich eine Umfrage aus, die zeigte, dass 53 Prozent der Republikaner Trump als ihren meistbewunderten republikanischen Präsidenten ansehen.

Diese beeindruckende Umfragezahl platziert ihn über allgemein gefeierten Persönlichkeiten wie Abraham Lincoln und Ronald Reagan.

Doch Beobachter bemerkten schnell etwas Seltsames an dem Bild selbst. Die Rangliste ließ mehrere bedeutende republikanische Führer komplett aus, darunter George W. Bush, Richard Nixon und sogar Reagan.

Der Journalist Mike Rothschild wies auf den bizarren Grund für diese fehlenden Gesichter hin. Er merkte an, dass die Basisgrafik tatsächlich direkt aus einer Ausgabe des LIFE-Magazins von 1948 entnommen wurde. Wer auch immer das neue Bild erstellte, fügte einfach fünf neuere Porträts in die alte Vorlage ein.

Realitätscheck der Umfragen

Während der Social-Media-Beitrag volles Selbstvertrauen ausstrahlt, erzählen aktuelle nationale Zahlen eine etwas andere Geschichte. Eine neue Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt, dass Trumps Zustimmungsrate mit nur 33 Prozent ein Allzeittief erreicht hat.

Den Umfragedaten zufolge steht dieser starke Rückgang in direktem Zusammenhang mit den anhaltenden wirtschaftlichen Turbulenzen auf den globalen Ölmärkten und dem aktuellen Krieg im Iran.

Professionelle Wissenschaftler widersprechen der Spitzenplatzierung ebenfalls vehement. Im Jahr 2024 stufte eine große Umfrage unter 154 Historikern Trump laut Digi24 als den schlechtesten Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten ein.

Quellen: TVPWorld, Truth Social, Digi24