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Trump-Regierung lässt historisches Waffengesetz in stiller Nacht verfallen

Trump-Regierung lässt historisches Waffengesetz in stiller Nacht verfallen
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Die ursprünglichen Regeln gehen auf den National Firearms Act von 1934 zurück.

Gesetze, die die Gesellschaft jahrzehntelang geprägt haben, enden normalerweise mit einer umfassenden öffentlichen Debatte und einer förmlichen Abstimmung.

Manchmal jedoch verschwindet eine wichtige Regel einfach mitten in der Nacht.

Ein historisches Bündel amerikanischer Beschränkungen hat gerade dieses stille Schicksal ereilt.

Fristablauf um Mitternacht

Das US-Justizministerium entschied sich am Donnerstag gegen eine Berufung gegen ein wichtiges Gerichtsurteil. Indem es eine Frist um Mitternacht verstreichen ließ, hoben Bundesbeamte faktisch strenge Vorschriften für den Besitz von Kurzwaffen und Waffenschalldämpfern auf.

Diese ursprünglichen Regeln gehen auf den National Firearms Act von 1934 zurück. Dieses Gesetz aus der Prohibitionszeit setzte strenge Grenzen für leicht zu verbergende Schusswaffen.

Richter James Wesley Hendrix vom Northern District of Texas erklärte kürzlich das vorgeschriebene Genehmigungsverfahren für ungültig. Er erklärte das alte System für verfassungswidrig.

Er gab der Bundesregierung bis Donnerstag, 0:01 Uhr, Zeit, die Anordnung auszusetzen. Die New York Times berichtete, dass öffentliche Gerichtsakten zeigen, dass die Regierung die Frist verstreichen ließ, ohne zu handeln.

Ein Rückschritt

Dieses Nichthandeln führte dazu, dass eine Säule der amerikanischen Waffenkontrolle hinfällig wurde. Es markiert eine bedeutende Veränderung für die Regierung.

Erst letztes Jahr unterzeichnete Präsident Donald Trump ein Gesetz, das eine für die Genehmigung erforderliche Gebühr von 200 US-Dollar abschaffte. Selbst danach vertrat die Regierung die Ansicht, dass der Kongress immer noch die Macht besitze, hochgefährliche Waffen zu beschränken.

Nun hat sich das Justizministerium vollständig zurückgezogen. Waffenrechtsbefürworter und Waffenunternehmen feierten die plötzliche Deregulierung.

Unterdessen kritisierten Gruppen, die sich für eine strengere Waffenkontrolle einsetzen, die Entscheidung scharf. Sie wiesen darauf hin, dass diese verdeckt tragbaren Zubehörteile fast ein Jahrhundert lang stark eingeschränkt waren.

Politischer Druck

Die Regierung lehnte es ab, eine detaillierte Erklärung dafür abzugeben, warum sie die unmittelbare Frist ignorierte.

Der Schritt folgte jedoch intensivem öffentlichem Druck. Waffenrechtsgruppen und Dutzende republikanischer Abgeordneter hatten Generalstaatsanwalt Todd Blanche nachdrücklich aufgefordert, das Urteil des Richters unangetastet zu lassen.

Stunden vor dem Fristablauf veröffentlichte das Justizministerium eine kurze, ununterzeichnete Erklärung direkt an The New York Times.

Das Ministerium erklärte, es „respektiere die Rechte der Amerikaner gemäß dem Zweiten Verfassungszusatz und bewerte derzeit die Auswirkungen des Gerichtsurteils.“

Zukünftige Optionen

Dieser stille Rückzug verändert den amerikanischen Waffenmarkt grundlegend. Schalldämpfer haben in letzter Zeit stark an Beliebtheit gewonnen und sich von einem Nischenprodukt zu einem sehr begehrten Zubehör entwickelt.

Der Rechtsstreit ist möglicherweise noch nicht vollständig beendet. Bundesbeamte haben technisch gesehen weitere 52 Tage Zeit, um eine formelle Anfechtung in dem Fall einzureichen.

Vorerst ist das alte Genehmigungsverfahren tot. Jahrzehnte strenger bundesstaatlicher Aufsicht verschwanden über Nacht.

Quelle: The New York Times