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Trumps Rennen in Washington: Sorge um unschätzbare Kunstwerke

Donald Trump
The White House / Wiki Commons

Kunstschützer befürchten, dass die brüllenden Motoren dauerhafte Schäden an einem nahegelegenen historischen Schatz verursachen werden.

Wenn man eine riesige Outdoor-Veranstaltung in einer historischen Stadt plant, machen sich die Organisatoren normalerweise Sorgen um die Menschenmengen.

Einige laute Geräusche sind zu erwarten. Doch manchmal ist die größte Bedrohung für lokale Denkmäler schlicht die schiere Lautstärke der Unterhaltung.

Rennen durch die Geschichte

Präsident Donald Trump bringt an diesem Wochenende Hochgeschwindigkeits-Motorsport direkt ins Herz der Hauptstadt, wie der Irish Star berichtet. Der Freedom 250 Grand Prix dient als Herzstück der Feierlichkeiten zum 250-jährigen Jubiläum.

Beamte des Weißen Hauses haben das IndyCar-Rennen per Dekret angeordnet. Die Fahrer werden auf einem temporären Kurs mit sieben Kurven, der sich an den Smithsonian Museen und dem Lincoln Reflecting Pool vorbeischlängelt, mit hoher Geschwindigkeit fahren.

Doch das intensive Spektakel sorgt für ernsthafte Besorgnis. Kunstschützer befürchten, dass die brüllenden Motoren dauerhafte Schäden an einem nahegelegenen historischen Schatz verursachen werden.

Ein zerbrechlicher Schatz

Das Wilbur J. Cohen Gebäude liegt direkt neben Kurve 6 der Rennstrecke. Im Inneren befinden sich beeindruckende Gemälde aus der Zeit der Großen Depression, die dem Gebäude den Spitznamen „Sixtinische Kapelle des New Deal“ eingebracht haben.

Experten befürchten, dass Rennwagen, die Geschwindigkeiten von über 257 km/h erreichen, zerstörerische Vibrationen erzeugen werden. Schallwellen von über 130 Dezibel könnten die jahrhundertealten Kunstwerke leicht erschüttern.

Mary Okin, stellvertretende Direktorin von Living New Deal, erklärte gegenüber WTOP, dass die Regierung hart daran gearbeitet habe, die Werke zu erhalten.

„Sie sind in einem ziemlich guten Zustand“, sagte Okin. Sie merkte an, dass sie kürzlich restauriert wurden, was beweise, wie zerbrechlich sie tatsächlich seien.

Widerstand

Okin ist der Ansicht, dass die Veranstaltung ein inakzeptables Risiko darstellt. „Angesichts der Bedeutung dieser Kunstwerke sollten alle möglichen Schutzmaßnahmen ergriffen werden, und es sollte auch argumentiert werden, dass dieses Rennen hier nicht stattfinden sollte“, sagte sie gegenüber WTOP.

Sie bezeichnete die Planung als „töricht und rücksichtslos“.

Trotz dieser lauten Warnungen wischen Regierungsbehörden die Bedenken beiseite. Die U.S. General Services Administration veröffentlichte eine Erklärung, in der sie die Streckenführung verteidigte.

Die Behörde behauptete, sie habe die Strecke überprüft und „keine Problembereiche identifiziert“, und fügte hinzu, dass sie die patriotischen Feierlichkeiten voll unterstütze.

Eine letzte Runde

Auch die IndyCar-Organisatoren schalteten sich ein, um die öffentliche Empörung zu beruhigen. Sie veröffentlichten eine Erklärung, in der sie behaupteten, seit Jahrzehnten sicher Stadtrennen durchgeführt zu haben.

„Wir erwarten keine Auswirkungen der Rennaktivitäten auf die Bauwerke rund um die Strecke“, erklärte die Organisation.

Das Hauptereignis beginnt am Sonntagnachmittag. Der Präsident selbst plant, eine zeremonielle Runde in seiner gepanzerten Limousine auf der Strecke zu drehen.

Lokale Verantwortliche hofften, das Rennen zu einer jährlichen Tradition zu machen. Die Organisatoren bestehen jedoch darauf, dass dieses Wochenende ein einmaliges Spektakel bleiben wird.

Quellen: The Irish Star, WTOP, U.S. General Services Administration, IndyCar