Ukrainische Drohnen legen wichtige russische Radarstation lahm

Peter Zeifert

4 Wochen vor

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25/05/2024
Welt
Foto: Shutterstock.com
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Ukrainische Drohnen haben ein kritisches russisches Frühwarnradar beschädigt und die Spannungen weiter eskaliert.

Ukrainische Drohnen haben laut The War Zone eine wichtige russische Frühwarnradarstation angegriffen.

Dieser Angriff, der durch Satellitenbilder festgehalten wurde, hat sichtbare Schäden an der "Voronezh-DM"-Radarstation in der russischen Region Krasnodar verursacht.

Diese Radarsysteme sind ein wesentlicher Bestandteil des russischen Frühwarnsystems für ballistische Raketen und sind darauf ausgelegt, ankommende Bedrohungen, einschließlich Atomraketen, zu erkennen.

Erhebliche Schäden an kritischer Infrastruktur

Die Satellitenbilder und Beiträge in den sozialen Medien bestätigen erhebliche Schäden an den Gebäuden, die die Radarausrüstung beherbergen.

Die "Voronezh-DM"-Radare sind äußerst empfindlich und fragil, was sie anfällig für langfristige Störungen selbst durch geringfügige Einwirkungen macht.

The War Zone hob hervor, dass der Angriff vermutlich darauf abzielte, diese Anlage zu neutralisieren, da sie in der Lage ist, die von den USA an die Ukraine gelieferten ATACMS-Raketen mit großer Reichweite zu erkennen.

Schweigen von beiden Seiten

Bisher haben die ukrainischen Behörden keine Verantwortung für den Angriff übernommen, und auch russische Beamte haben sich nicht dazu geäußert.

Der Angriff scheint ein strategischer Schachzug zu sein, der möglicherweise darauf abzielt, die Fähigkeit des Radars zur Überwachung von Raketenstarts aus dem Südwesten, einschließlich der Ukraine, zu beeinträchtigen.

Das "Voronezh-DM"-Radar, das seit 2013 in Betrieb ist, hat unter anderem einen Raketenstart aus dem Mittelmeer während des Libyen-Konflikts erkannt. Seine Hauptfunktion besteht jedoch darin, ballistische Raketenstarts aus wesentlich größeren Entfernungen zu erkennen.

Potenzielle nukleare Implikationen

Der Angriff auf eine solche Radarstation birgt erhebliche Risiken.

Das "Voronezh-DM" ist Teil des russischen Frühwarnnetzwerks für Raketenangriffe, und seine Ausschaltung könnte Bedingungen erfüllen, die eine nukleare Reaktion rechtfertigen würden.

Laut einem Dekret des russischen Präsidenten umfassen die Kriterien für den Einsatz von Atomwaffen feindliche Aktionen gegen kritische staatliche oder militärische Einrichtungen, deren Zerstörung die Fähigkeit zur Vergeltung beeinträchtigen würde.