Ukrainische Streitkräfte treffen russisches Radarkomplex auf der Krim

Geschrieben von Peter Zeifert

6 Tage vor

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14/05/2024
Foto: X
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Ukrainische Streitkräfte haben einen russischen Radarkomplex auf der Krim angegriffen und dabei erhebliche Schäden und Verluste verursacht.

Die ukrainischen Streitkräfte haben Berichten zufolge einen russischen Radarkomplex in den Krimbergen getroffen, der von der russischen Armee genutzt wird, so das russische Nachrichtenportal Astra.

Der Raketenangriff, der am frühen Montagmorgen, dem 13. Mai, stattfand, zielte auf eine Militärbasis ab und führte zum Tod des Kommandeurs der dort stationierten russischen Militäreinheit.

Das Radarkomplex, das sich in der Nähe von Ai-Petri auf dem Gipfel von Bedene-Kir befindet, erlitt erhebliche Schäden. Dieser Komplex wird von den russischen Besatzungstruppen zur Überwachung des Luftraums genutzt.

Laut Quellen in den Notdiensten der annektierten Region trafen mehrere Raketen, vermutlich Storm Shadow, gegen 6:00 Uhr morgens die Militäreinheit 85683 auf dem Berg Ai-Petri.

Die Basis beherbergt das 3. Radiotechnische Regiment der russischen Streitkräfte, dessen Hauptquartier in Sewastopol liegt.

Berichten zufolge verursachten die Raketenangriffe Schäden an der militärischen Einrichtung und führten zum Tod von Kommandeur Alexander Kulakov und einem weiteren russischen Soldaten. Mehrere andere wurden verletzt, obwohl die genaue Zahl unklar bleibt.

Die russischen Besatzungsbehörden haben den Vorfall nicht offiziell kommentiert. Das russische Verteidigungsministerium behauptete jedoch, dass ihre Luftabwehrsysteme vier Storm Shadow-Lenkflugkörper und sieben Drohnen über dem besetzten Krim abgefangen hätten.

Das ukrainische Militär hat den Raketenangriff auf die russische Militäreinrichtung auf der Krim nicht offiziell gemeldet.

Nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel wurde auf dem Gipfel von Bedene-Kir das 3. Radiotechnische Regiment gebildet, das die 40. Radiotechnische Brigade der ukrainischen Luftwaffe ersetzte.

Historisch gesehen beherbergte dieser Standort ein sowjetisches Fernaufklärungs- und Luftverteidigungsleitzentrum, dessen Schutzhüllen die Radarantennen vor Witterungseinflüssen schützen.