Ukrainischer Journalist behauptet: Putins Ziel reicht über Mariupol hinaus, um russische Panzer an die westlichen Grenzen zu drängen

Geschrieben von Peter Zeifert

9 Wochen vor

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16/03/2024
Foto: Shutterstock.co
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Ein ukrainischer Journalist behauptet, dass Putins Ziel mit Mariupol darin bestand, russische Panzer in die Nähe der westlichen Grenzen zu positionieren.

In einem aufschlussreichen Interview für Aktuality gibt der ukrainische Journalist Roman Romanyuk Einblicke in die Ambitionen Wladimir Putins und behauptet, dass die militärischen Eingriffe des russischen Präsidenten nicht nur territoriale Eroberungen wie Mariupol betreffen, sondern darauf abzielen, russische Panzer an die westlichen Grenzen der Ukraine zu drängen.

Der Journalist, der die Bedeutung des Konflikts hervorhebt, erklärte,

"Wenn es Wladimir Putin nicht gelingt, die gesamte Ukraine zu besetzen, wird er woanders, in einem anderen Land, nach Eroberungen suchen." Diese deutliche Offenbarung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Europa die sich entfaltenden Ereignisse in der Ukraine mit Sorge beobachtet, was breitere Implikationen für die regionale Stabilität widerspiegelt.

Die Untergrabung der Ukraine könnte zu weiterer Aggression führen

Die Entlassung des Militärkommandos durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und die entscheidende Rolle der Unterstützung durch Verbündete werden als wesentliche Elemente hervorgehoben, um ein russisches Vorrücken zu verhindern.

"Ohne die Unterstützung der Verbündeten würden die Russen die westlichen Grenzen der Ukraine erreichen", merkt der Journalist an und betont die schwerwiegenden Folgen einer nachlassenden Hilfe.

Der Journalist weist auch auf die kontroversen Figuren Viktor Orbán und Robert Fico hin und deutet an, dass ihre politischen Haltungen ungewollt Moskaus Agenda unterstützen könnten.

"Wenn die Russen Lettland angreifen würden, könnten sie diejenigen sein, die für Beratung und Verhandlung plädieren – besonders dafür, nicht zu schießen. Und Lettland würde vorübergehend zu einem großen Buča werden", bemerkt der Journalist.

Die häufigen Engagements von Präsident Selenskyj mit ausländischen Journalisten erklärend, betont Romanyuk die Notwendigkeit globaler Kommunikation angesichts der Aggression. "Russlands Krieg gegen die Ukraine ist ein globales Problem", stellt er fest und rechtfertigt die Priorisierung internationaler Medien durch den ukrainischen Präsidenten, um das Leid der Ukraine zu artikulieren und globale Unterstützung zu mobilisieren.

Dieses Interview, das sowohl die strategischen als auch kommunikativen Herausforderungen aufzeigt, mit denen die Ukraine in ihrem Kampf gegen die russische Aggression konfrontiert ist, unterstreicht die vielschichtige Natur des Konflikts und seine Implikationen über die Grenzen der Ukraine hinaus.