US-Präsident gegen Israel: Scharfe Worte gegen Israels Netanjahu

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Biden kritisiert Israels Politik.

US-Präsident Joe Biden hat in einer ungewöhnlich scharfen Form Kritik an Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu geübt. Diese Entwicklung markiert eine signifikante Abkehr von Bidens bisherigem Kurs im Nahost-Konflikt, wie das ZDF berichtet.

Biden, der sich als engster Verbündeter Israels und überzeugter Zionist sieht, hat sich von Netanjahus Politik distanziert, insbesondere von dessen Ablehnung einer Zweistaatenlösung und der Haltung gegenüber der palästinensischen Autonomiebehörde.

Die Reaktion Netanjahus auf ein gemeinsames Telefongespräch, in dem er die amerikanische Vision für die Zeit nach dem Krieg in Gaza ablehnte, hat bei Biden das Fass zum Überlaufen gebracht. 

Biden kritisierte die konservativste Regierung in der Geschichte Israels für ihre wahllosen Bombardements und den Verlust internationaler Unterstützung. Er forderte Netanjahu auf, seine Haltung zur Zweistaatenlösung zu ändern.

In den USA bröckelt zudem die uneingeschränkte Unterstützung für Israel. Die öffentliche Meinung hat sich gewandelt, und es gibt zunehmend Solidarität mit den Palästinensern. 

Bidens bedingungslose Solidarität mit Israel hat bei arabischstämmigen Amerikanern, traditionell Wählern der Demokratischen Partei, zu Frustration geführt. Parteistrategen befürchten, dass Biden durch seine Israel-Politik Wähler verlieren könnte.