Wahlkampfskandal in den USA: Trumps Ex-Anwalt sagt aus

Geschrieben von Olivia Rosenberg

1 Woche vor

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14/05/2024
Foto: Evan El-Amin / Shutterstock.com
Foto: Evan El-Amin / Shutterstock.com
Ex-Anwalt packt aus.

In einem beispiellosen Gerichtsprozess in New York hat Michael Cohen, der frühere Anwalt des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, schwerwiegende Aussagen gemacht, die seinen ehemaligen Auftraggeber direkt belasten. 

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit und begleitet von großem medialen Interesse, beschrieb Cohen, wie er im Auftrag Trumps Schweigegeldzahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels leistete, um deren Stillschweigen über eine angebliche Affäre sicherzustellen.

Laut Berichten der "Die Presse" erklärte Cohen, dass Trump ihn persönlich angewiesen habe, kurz vor der US-Wahl 2016 die Summe von 130.000 Dollar an Daniels zu überweisen. 

Diese Anweisung habe Trump mit den Worten "Mach es einfach" erteilt und die Rückzahlung des Geldes zugesichert. 

Diese Zahlungen sind besonders brisant, da sie laut Staatsanwaltschaft als illegale Wahlkampffinanzierung gewertet werden könnten. 

Trumps Verteidigung stellt diese jedoch als Versuch dar, persönlichen und familiären Schaden abzuwenden.

Weiterhin beschrieb Cohen, wie er zusammen mit David Pecker, dem damaligen Herausgeber des Boulevardblattes "National Enquirer", daran gearbeitet habe, negative Berichte über Trump in der Presse zu unterdrücken. 

Dies geschah durch den Kauf der Rechte an diesen Geschichten, ohne die Absicht, sie zu veröffentlichen. Diese Taktik sollte Trumps Image während des Wahlkampfs schützen und ihm Vorteile verschaffen.

Das Verfahren gegen Trump ist das erste seiner Art gegen einen ehemaligen US-Präsidenten und könnte massive Auswirkungen auf dessen politische Zukunft haben. 

Trump, der eine erneute Kandidatur im November anstrebt, hat sich im Prozess nicht schuldig bekannt und wirkte während der Aussagen unbeeindruckt, was in einigen Berichten als Gleichgültigkeit interpretiert wurde.