Zelensky warnt: Russland nimmt alle europäischen Länder ins Visier

Peter Zeifert

37 Wochen vor

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05/10/2023
Welt
Foto: Shutterstock.com
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Russland nimmt alle europäischen Länder ins Visier.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine eindringliche Warnung ausgesprochen: Russland plant, in der kommenden Zeit zwei verschiedene Arten von Angriffen durchzuführen.

Auf dem Weg zu einem Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Granada unterstrich Selenskyj die Bedeutung der europäischen Einheit für die Unterstützung der Ukraine. Er machte deutlich, dass Russland nicht nur EU-Länder, sondern alle europäischen Staaten mit Desinformation und Falschnachrichten ins Visier nehmen wird.

Eine Herausforderung für Europa

Die Warnung von Selenskyj kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele europäische Länder entweder in Wahlkämpfen stecken oder sich darauf vorbereiten.

Darüber hinaus steht im nächsten Juni eine Wahl zum EU-Parlament an. Umfragen deuten auf einen Rechtsruck hin, der die Unterstützung für die Ukraine beeinträchtigen könnte. "Das ist die größte Herausforderung, vor der wir stehen", so Selenskyj.

Selenskyj wies auch auf eine weitere große Herausforderung für die Ukraine hin: den Aufbau eines Verteidigungsschirms vor dem Winter.

"Im Winter wird Russland mit Raketen und iranischen Drohnen angreifen", warnte er. Obwohl die Verbündeten der Ukraine bereits Flugabwehrsysteme wie das amerikanische Patriot-Raketensystem geliefert haben, betonte Selenskyj, dass weiteres Equipment notwendig ist.

Bedenken bezüglich der US-Unterstützung

Im Kontext von Selenskyjs Besuch wachsen die Bedenken, ob die USA ihre militärische Unterstützung für die Ukraine zurückfahren könnten.

Der amtierende spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez versicherte, dass die Ukraine weiterhin Unterstützung von der EU erhalten werde. "Wir werden unsere Freunde in der Ukraine bis zum Kriegsende unterstützen", sagte Sánchez auf dem Weg zum Treffen.

Die Warnung des ukrainischen Präsidenten hat die Sorgen um die Wirksamkeit der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen und die Notwendigkeit einer geschlossenen europäischen Haltung gegenüber der russischen Aggression verstärkt.