Spekulationen über Besucher von außerhalb der Erde erregten kurzzeitig weltweite Aufmerksamkeit mit dem Erscheinen von 3I/ATLAS.
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Während Wissenschaftler rasch versuchten, Befürchtungen zu zerstreuen, befeuerte die Episode die Debatte noch lange, nachdem die Schlagzeilen verklungen waren.
Nun hat eine unerwartete Reaktion eines US-Geheimdienstes der Geschichte eine neue Dimension verliehen, die viele bereits als abgeschlossen betrachteten.
Ein Komet entfacht Debatte
Das Objekt mit der Bezeichnung 3I/ATLAS wurde erstmals im Juli entdeckt und später als interstellarer Komet identifiziert.
Trotz wissenschaftlichem Konsens nahmen gegen Ende des Jahres 2025 Online-Spekulationen zu, wonach es sich um eine außerirdische Aufklärungsdrohne handeln könnte.
Die NASA wies diese Behauptungen öffentlich zurück und erklärte, das Objekt sei natürlichen Ursprungs. Einige Forscher stellten jedoch weiterhin infrage, ob alle Möglichkeiten vollständig geprüft worden seien.
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Zu ihnen gehörte der Harvard-Astrophysiker Avi Loeb, der argumentierte, außerirdische Ursprünge könnten nicht vollständig ausgeschlossen werden, und andeutete, bis zum Jahresende würden weitere Informationen auftauchen.
Unerfüllte Vorhersagen
Loeb hatte zuvor gegenüber LADbible gesagt, dass bis Weihnachten Beweise zur wahren Natur des Objekts bekannt würden. Diese Frist verstrich ohne neue Erkenntnisse oder Hinweise auf außerirdische Aktivität.
Dennoch betonten Loeb und andere, dass weiterhin Unsicherheit bestehe.
Sie argumentierten, seltene interstellare Objekte verdienten eine intensivere Untersuchung über Standarderklärungen hinaus, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer außerirdischen Beteiligung äußerst gering sei.
Das öffentliche Interesse ließ allmählich nach, doch die Diskussion setzte sich in kleineren wissenschaftlichen und UFO-Forschungskreisen fort.
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Zurückhaltende Antwort der CIA
Neue Aufmerksamkeit entstand nach einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz, die der UFO-Forscher John Greenewald Jr. an die CIA richtete. Er fragte, ob die Behörde über Unterlagen zu 3I/ATLAS verfüge.
In ihrer Antwort erklärte die CIA, sie könne „weder das Vorhandensein noch das Nichtvorhandensein von Unterlagen“ zu dem Objekt bestätigen oder dementieren.
Zudem hieß es, „die Tatsache des Vorhandenseins oder Nichtvorhandenseins solcher Unterlagen ist derzeit selbst ordnungsgemäß als geheim eingestuft“.
Diese Formulierung führte trotz fehlender neuer Beweise zu erneuten Spekulationen.
Erklärung der Wortwahl
Die Formulierung „weder bestätigen noch dementieren“ ist als sogenannte Glomar-Antwort bekannt, eine gängige Praxis US-amerikanischer Behörden, um sensible Informationen nicht preiszugeben.
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Der Begriff stammt aus einem CIA-Projekt aus der Zeit des Kalten Krieges und soll verhindern, dass Offenlegungen nationale Sicherheitsrisiken verursachen oder öffentliche Unruhe auslösen.
Loeb bezeichnete die Antwort angesichts der Gewissheit der NASA über den natürlichen Ursprung des Objekts als „überraschend“.
Warnung vor Panik
Loeb erklärte später, die Haltung der CIA sei nachvollziehbar, da bereits die Bestätigung der Existenz geheimer Akten Befürchtungen über eine Vertuschung auslösen könne.
„Dies ist eine kluge Politik zur Eindämmung gesellschaftlicher Unruhe oder von Instabilitäten an den Finanzmärkten zu einem Zeitpunkt, an dem die Realität eines sogenannten Black-Swan-Ereignisses weiterhin als äußerst unwahrscheinlich gilt“, sagte er.
Vorerst halten Wissenschaftler daran fest, dass 3I/ATLAS genau das ist, was es zu sein scheint: ein Komet, der das Sonnensystem nur kurz durchquert.
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Quellen: NASA, CIA, LADbible, Medium
