Das Experiment von Wissenschaftlern ist ein „Leuchtfeuer der Hoffnung“ für Korallenriffe am Rande des globalen Zusammenbruchs

Geschrieben von Olivia Rosenberg

4 Wochen vor

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23/04/2024
Foto: Shutterstock
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Neue Techniken bieten Hoffnung.

In einer bahnbrechenden Initiative haben Wissenschaftler eine neue Methode entwickelt, die als Hoffnungsschimmer für die weltweit bedrohten Korallenriffe gilt. 

Diese innovative Technik kombiniert „Korallen-IVF“ (In-vitro-Fertilisation) mit der Übertragung von Tonaufnahmen gesunder Fischpopulationen, um hitzetolerante Larven anzulocken und dadurch beschädigte Riffe wiederzubeleben. 

Die Forschungsteams, die unabhängig voneinander an diesen Techniken gearbeitet haben, zeigen in ihrer globalen Zusammenarbeit, wie wissenschaftliche Innovationen direkt zur Rettung kritisch bedrohter Ökosysteme beitragen können.

Laut einem Bericht von The Guardian hat diese Methode das Potenzial, die Wiederbesiedlung von degradierten Riffen erheblich zu verbessern. 

Die Erkenntnisse wurden erstmals auf den Malediven angewandt und werden in der BBC One TV-Serie „Our Changing Planet“ präsentiert. Die Technik könnte auf breiter Basis repliziert werden, um sterbende Riffe weltweit zu revitalisieren.

Professor Peter Harrison von der Southern Cross University in Australien und Professor Steve Simpson von der University of Bristol sind die Pioniere dieser Methode. 

Sie verwenden Unterwasserlautsprecher, die die Geräusche eines gesunden Riffs abspielen, um die Larven anzulocken.

Diese akustischen Signale verleiten die Larven dazu, sich auf einem sonst stillen, ungesunden Riff niederzulassen. 

Diese Strategie könnte insbesondere in Gebieten, die durch die Erwärmung der Ozeane und andere Umweltstressoren betroffen sind, eine entscheidende Rolle spielen.

Die Herausforderung der globalen Korallenbleiche hat in den letzten Jahrzehnten dramatisch zugenommen, was durch die vierte weltweite Korallenbleichung seit 1998 unterstrichen wird. 

Die Wissenschaftler warnen, dass ohne signifikante Eingriffe bald große Teile der Riffe unwiederbringlich verloren gehen könnten. 

Die von Harrison entwickelte Korallen-IVF zielt darauf ab, Millionen von Larven zu produzieren, die aus hitzetoleranten Korallen stammen, um die natürlichen Bestände zu stärken und die Regeneration zu fördern.

Diese Entwicklungen könnten nicht nur die Korallenriffe retten, sondern auch ein Modell für den Erhalt anderer bedrohter Ökosysteme bieten. 

Die Welt steht vor einer entscheidenden Phase im Kampf gegen den Klimawandel, und die Bewahrung der biologischen Vielfalt der Ozeane wird als kritisch für die Gesundheit unseres Planeten angesehen.