Startseite Wissenschaft Forscher befürchten: Wir könnten Leben auf anderen Planeten übersehen

Forscher befürchten: Wir könnten Leben auf anderen Planeten übersehen

Curiosity Mars Rover
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Wissenschaftler warnen, dass die Menschheit aufgrund der begrenzten Möglichkeiten heutiger Forschungsmethoden und Technologien möglicherweise bereits Anzeichen außerirdischen Lebens übersieht.

Seit vielen Jahren sucht die Menschheit nach biologischen Spuren im Weltraum, doch mehrere Forscher behaupten weiterhin, dass die Möglichkeit besteht, dass wir niemals Hinweise auf Leben finden werden, berichtet Wirtualna Polska.

Laut Astrobiologen könnte die Entwicklung von Instrumenten und Forschungsmethoden entscheidend für die Entdeckung neuen Lebens sein.

Es besteht daher eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir in unseren Fähigkeiten eingeschränkt sind und deshalb entscheidende Signale übersehen, die tatsächlich vorhanden sind.

Blinde Flecken

Früher galt die größte Sorge unter Astrobiologie-Forschern den falsch positiven Ergebnissen, die auf Anzeichen von Leben hindeuteten. Heute wächst die Sorge über das gegenteilige Problem.

Inge Loesten Kate, Professor an der Universität Utrecht und der Universität Amsterdam, ist der Ansicht, dass sich die Forschung nicht ausreichend auf falsch negative Ergebnisse konzentriert:

„Wir sollten auf solche falsch negativen Ergebnisse achten. Das zeigt, dass uns die Fähigkeit fehlt, die Existenz von Leben zu erkennen“, sagt der Professor.

Die Spuren könnten für Forscher schwer zu erkennen sein, weil sie entweder zerfallen sind, sich unter der Oberfläche verbergen oder nicht den biologischen Mustern entsprechen, nach denen Forscher normalerweise suchen, berichtet Wirtualna Polska.

Mars entfacht Debatte

Die Diskussion ist insbesondere nach der Entdeckung eisenhaltiger Mineralien auf dem Mars aktuell geworden. Die Mineralien weisen bestimmte Oxidationsmuster auf, die häufig auf biologische Aktivität hindeuten.

Die Forscher betonen jedoch, dass dies bislang kein Beweis für Leben sei und deshalb künftig fortschrittlichere Analysen erforderlich sein werden, berichtet Wirtualna Polska.

Die Sorge der Forscher wächst insbesondere deshalb, weil in den kommenden Jahren mehrere Weltraummissionen zum Mars geplant sind.

Dazu gehören Japans MMX-Mission zum Marsmond Phobos sowie zukünftige Probenrückführungsmissionen, berichtet Space.com.

Quellen: Wirtualna Polska, Universität Utrecht, Universität Amsterdam, Space.com